• German Fantasy Hockey League
  • Day 7Game 51
    Winnipeg Jets3
    New York Islanders2
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Das Ende einer Ära!

2020-08-30

Winnipeg. Seit er im Januar 2016 zu den Winnipeg Jets wechselte, war Braden Holtby zwischen den Pfosten das Maß aller Dinge. In 270 Spielen holte er 149 Siege, spielte acht Mal zu Null und war 32 Mal Spieler des Abends. Hinzu kommen 49 Playoffs-Spiele im Dress der Jets, von denen er 27 gewann und acht Mal Spieler des Abends war. In der Saison 2016/17 war er wertvollster Spieler der Saison für die Jets und im vergangenen Sommer unterzeichnete der 31-jährige einen Vertrag über 6,1 Mio. Dollar pro Jahr bis Sommer 2022.

Diesen Vertrag erfüllt Holtby jedoch nicht mehr länger in Winnipeg. Der aus Saskatchewan stammende Goalie wechselt an die Ostküste zu den Philadelphia Flyers. Während man sich an der Ostküste auf den Neuzugang freut, brodelte es wohl gewaltig hinter den Kulissen in Manitoba.

Zur Jahreswende 2015/16 wechselte Holtby in einem gigantischen Deal vom Divions-Rivalen Minnesota nach Winnipeg. Mit Mark Scheifele wechselte ein Elite-Center, mit Rickard Rakell zudem ein produktiver Stammspieler und dann mit Cam Talbot ein gestandener Goalie aus Winnipeg, um mit Braden Holtby einen der besten Torhüter der Liga nach Manitoba zu holen. Hohe Erwartungen, die erfüllt werden wollten.
Im ersten Jahr stürmten die Jets mit furiosem Spiel bis ins Confernece Finale. Nach dem Aus in Runde 1 ein Jahr später gelang Holtby erneut das Erreichen der Conference Finals. Nach einer Übergangssaison ohne Playoffs führte Holtby sein Team in dieser Saison bis ins Conference-Halbfinale, wo sich die Jets den St. Louis Blues geschlagen geben mussten.

Keinen großen Titel in den vergangenen viereinhalb Jahren - ein Umstand, an dem Holtby trotz guter Leistungen nicht ganz unbeteiigt ist. Immer wieder schwankten seine Leistungen, grandiosen Spiele folgten nicht selten Partien, wo er einen gebrauchten Tag erwischte.

Trotzdem er immer zu den besseren Goalies gehörte, in die Elite schaffte er es nie wirklich. Letztlich war sein Ruf größer als er selbst. Diesen Sommer kam Holby aus dem Urlaub zurück und fiel überraschend durch den ersten Fitnesstest. Zwar bestand er 48 Stunden später im zweiten Versuch. Dennoch war klar, dass es zu einem Bruch gekommen ist zwischen Holtby und den Jets.

Da trifft es sich, dass in Philadelphia die Flyers vor einem umfassenden Rebuild stehen. Ein erfahrener Goalie wie Holtby ist für das Team aus der Stadt der brüderlichen Liebe ein Gewinn - insbesondere zu dem Preis! Der 2nd Pick 21 und der 3rd Pick 22 der Flyers wechseln nach Winnipeg. Ein Schnäppchen für Flyers-GM Fabian. Aber auch die Jets haben mit diesem Deal einen Sieg davon getragen. Das verbliebene Goalie-Duo Rittich/Driedger harmonierte in der Vorbereitung bestens. Beide zeigen Potential, Holtby als Starter ersetzen zu können. Zudem wollte Holtby einen Trade - und nimmt den Jets so zusätzliche 6,1 Mio. Cap von der Payroll.

"Wir sind mit Blick auf den UFA-Markt wieder deutlich handlungsfähiger", analysiert Jets-GM Toby, der das Team auch ohne seinen Starter der letzten Jahre erneut zu einem Cup-Contender aufbauen will.

Offiziell wurde Holtby mit den höchsten Ehren aus Winnipeg verabschiedet, um in Philadelphia beim Aufbau eines runderneuerten Teams zu helfen. Diese Saison wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit erneut keine Playoffs spielen. Aber schon kommende Saison, in seinem letzten Vertragsjahr, könnte Holtby erneut ein Faktor sein. Dann jedoch im Dress der Flyers.

In Winnipeg wird das Duo Rittich/Driedger sein Glück versuchen dürfen. Die viereinhalb Jahre der Ära Holtby ist eine große Hypothek, mit der das junge Gespann wird umgehen müssen, sollen die Jets diese Saison erneut um den Cup mitspielen wollen.