Predators-GM meldet sich zurück und hat schon zum Telefon gegriffen
2026-10-14Wann sich das Front Office der Nashville Predators zuletzt öffentlich zu Wort gemeldet hat, lässt sich nicht mehr ohne Weiteres sagen. Es ist Jahre her. Dass der General Manager nun zurück ist, hat deshalb zunächst einen praktischen Effekt: Die Organisation hat wieder jemanden, der für sie spricht.
Viel Aufhebens macht er darum nicht. „Ich war zu lange zu weit weg. Das ist jetzt vorbei“, sagt er knapp.
Ruhiger Einstieg, gute Ausgangslage
Den Zeitpunkt hat er sich nicht schlecht ausgesucht. Nashville führt nach sechs Spielen mit 11 Punkten die Central Division an. Zuletzt gewann das Team in Ottawa mit 4:3 nach Penaltyschießen und zu Hause mit 3:2 gegen Vegas. Das ist kein Grund für große Worte, aber es verschafft Zeit, und die braucht ein GM nach einer langen Pause.
Die hat er offenbar genutzt. In den vergangenen Wochen hat er sich nach eigener Aussage beide Kader genau angesehen, in Nashville und beim Farmteam in Milwaukee. „Ich wollte erst wissen, was wir haben, bevor ich irgendwas anfasse“, sagt er.
Erste Anfragen raus
Ganz beim Zuschauen bleibt es nicht. Nashville hat bei den Utah Mammoth und der Colorado Avalanche angefragt. Um welche Spieler es geht, sagt der GM nicht. „Es gibt Gespräche, ja. Antworten habe ich noch keine. Solange das so ist, rede ich nicht über Namen.“
Große Umwälzungen sind nach seinen Worten nicht zu erwarten. „Das sind Ergänzungen, keine Blockbuster.“
Kein Rebuild
Eine Frage beantwortet er dagegen ohne Umschweife: Einen kompletten Neuaufbau wird es nicht geben. „Wir haben junge Spieler, die gerade erst richtig loslegen. Die schickt man nicht durch drei Verlustjahre, nur damit es auf dem Papier nach einem Plan aussieht.“
Gemeint sind vor allem Macklin Celebrini, der mit 20 Jahren schon eine tragende Rolle spielt, dazu Will Smith, Frondell, Heineman und Bichsel. Im Tor steht mit Askarov ein junger Torhüter, auf den Nashville setzen will. Wie viel diese Gruppe tatsächlich tragen kann, wird die Saison zeigen. Vorerst ist sie das Argument gegen einen Neustart.
Gleichzeitig will er nichts verscherbeln. „Ich gebe keine Zukunft her, um im März zwei Plätze besser dazustehen. Das wäre ein schlechter Tausch.“
Der Maßstab
Ein Saisonziel nennt er nicht, einen Anspruch schon: „Nashville soll jedes Jahr in die Playoffs. Das ist die Untergrenze.“
Ob die Rückkehr mehr ist als eine Pressemitteilung, wird sich an den nächsten Wochen messen lassen, vor allem daran, ob aus den Anfragen in Utah und Colorado etwas wird. Ein Anfang ist gemacht. Nach so langer Zeit ist das mehr, als man in Nashville zuletzt gewohnt war.
