Der Rivale vor der eigenen Haustür
2026-08-19Ziemlich genau 300 Meilen trennen Pittsburgh und Philadelphia. 300 Meilen zwischen GM Chris und GM Stephan. In Europa eine ordentliche Distanz, in den USA und der GFHL jedoch ein Katzensprung.
Dieses Duell der beiden hat inzwischen eine 26-jährige Geschichte. 26 Kapitel. Und unzählige kleine Episoden. Gemeinsame Leitung der Liga. Trade-Verhandlungen im Klassenzimmer. Spieler, die die Seiten wechselten, wie zuletzt Max Domi. Große Siege und vernichtende Niederlagen – meist zu Lasten der Penguins. Und vieles mehr.
Doch eine Sache gab es in der Geschichte der beiden noch nie: ein Duell auf Augenhöhe an der Spitze der Liga. Doch genau dazu könnte es in dieser Saison kommen.
Internen Quellen zufolge rechnen die Penguins im Kampf um den Einzug in die Playoffs und den Gewinn der Conference mit vielen Gegnern – vom ewigen Primus Detroit über Carolina, die Islanders und Washington bis hin zu den neu aufgestellten Maple Leafs. Doch als sportlichen Hauptkonkurrenten haben die Verantwortlichen ein anderes Team ausgemacht: die Philadelphia Flyers.
Und das aus gutem Grund. Genau wie die Penguins verfügen die Flyers über einen enorm tiefen Kader, in dem es auch in der vierten Reihe keinen klaren Qualitätsabfall gibt und der zudem Verletzungen und Ausfälle kompensieren können dürfte. Die große Stärke des Kaders liegt darüber hinaus zum einen in der Offensive, in der die Flyers mit Draisaitl, Kempe, Bennett, DeBrusk und Kopitar eine geradezu erschreckende Qualität besitzen, und zum anderen im Tor, wo Wedgewood und Grubauer eines der besten, wenn nicht gar das beste Torhüterduo der Liga bilden. Dazu strotzt das Team nur so vor Erfahrung.
In diesen drei Punkten sind die Flyers den Penguins überlegen. Pittsburgh hingegen ist defensiv höher einzuschätzen als Philadelphia. In der Verteidigung verfügen die Penguins mit Ferraro, Desharnais, Peeke, Ekblad und York über echte Spezialisten. Hinzu kommen mit Martinook, Horvat und Kasper mehrere Stürmer, die nach hinten absichern und sehr gut in Unterzahl spielen können. Hier dürfte Pittsburgh insgesamt die Nase vorn haben.
Der Erfahrung der Flyers stellt der jüngere Kader der Penguins seine Unbekümmertheit entgegen. Die Zukunft gehört den Penguins. Ob die Flyers die Gegenwart verteidigen können, steht in den Sternen.
Sicher scheint jedoch, dass dieses Duell nicht nur sportlich auf dem Eis, sondern auch auf psychologischer Ebene – über die Presse und im persönlichen Kontakt – ausgetragen wird. Gerüchte besagen, dass die Penguins bereits zwei fertige Angebote in der Schublade haben, die sie den Flyers zu gegebener Zeit übermitteln werden. Und manche meinen sogar, dass der Auftakt zu den Verhandlungen soeben stattgefunden hat.
300 Meilen. Doch in diesem Jahr scheint der Abstand zwischen Philadelphia und Pittsburgh geringer zu sein als je zuvor – sportlich liegen die beiden Teams enger beieinander denn je. Was sie eint, ist der Wunsch, am Ende der Saison den Stanley Cup in den Händen zu halten.
In Pittsburgh kann man den Start in die neue Saison kaum noch erwarten. Am 30. September kommt es in Philadelphia zum ersten Duell um die Vorherrschaft in Pennsylvania.
Die Penguins sind bereit. Die Flyers können kommen.

Nur Liebe nach Pittsburgh. Die Flyers sind sowas von Ready!
Der Rivale vor der eigenen Haustür
300 Meilen, 26 Jahre und erstmals ein Duell auf Augenhöhe
