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Islanders Draft Review

2026-07-30

9 Picks, 9 Angreifer, so lautet das Fazit der Islanders im Draft 2026. Man ist alles in allem zufrieden, natürlich gab es nicht immer den Wunschspieler den man gerade wollte, das ist auch völlig normal. Und das es am Ende 9 Angreifer wurden ist auch eher dem Fakt geschuldet, das man leider nach Liste draften musste. Wäre man in Präsenz dabei gewesen, hätte man da sicherlich flexibler reagiert. Beispielsweise war die Nummer 1 auf dem Zettel für den 18th overall Ryan Lin, der ging halt an 17 über den Tisch. Pech, und auch in späteren Runden standen Defender und Goalies auf dem Zettel. Das ist leider das Schicksal der Liste. Nunja, es ist wie es ist, hier die Spieler die gezogen wurden.

 Der Toppick in Runde 1: Nikita Klepov

  • Draft-Position: Runde 1, Pick 18
  • Position: linker / rechter Flügelstürmer (Saginaw Spirit, OHL)

Mit Nikita Klepov ist den Islanders an Position 18 ein absoluter Elite-Scorer ins Netz gegangen und der Spieler der hinter Lin auf dem Zettel stand. Klepov spielte eine überragende Saison in der OHL, führte die gesamte Liga als Rookie in Punkten an (97 Punkte in 67 Spielen) und zeichnet sich durch seine starken Instinkte im Angriffsdrittel aus. Er verfügt über exzellente Hände, starkes Passspiel  und besitzt einen extrem gefährlichen One-Timer, den er auf dem Powerplay perfekt einsetzt. Seine läuferischen Ansätze sind dynamisch, wenn er mit Tempo attackiert.

Entwicklungspotenzial:
Klepov ist ein reiner Offensiv-Spezialist. Um in der GFHL eine Top-6-Rolle einzunehmen, muss er signifikant an seiner Defensivarbeit, seinem Positionsspiel in der eigenen Zone und seiner Physis arbeiten. Er ist ein risikoreicher, aber potenziell hochprofitabler Pick mit echtem Star-Potenzial.

Der überraschede Pick: Oleg Kulebyakin

  • Draft-Position: Runde 2, Pick 49
  • Position: Linker Flügelstürmer (Halifax Mooseheads, QMJHL)

Scouting-Bericht:
Oleg Kulebyakin ist ein klassischer „Late-Bloomer“. Nach seinem Wechsel nach Nordamerika überraschte der flinke Flügelstürmer die gesamte Liga und entwickelte sich aus dem Nichts zu einem Top-Scorer der Halifax Mooseheads (73 Punkte in 64 Spielen). Kulebyakin nutzt seinen niedrigen Schwerpunkt (5'10") optimal, um sich durch enge Räume zu winden, besitzt eine enorme Beschleunigung und schießt extrem platziert aus dem Lauf heraus

Entwicklungspotenzial:

Er kann Scoring-Tiefe für die Zukunft bringen. Wenn er an seiner Konstanz arbeitet und körperlich robuster wird, ist er ein Kandidat für einen Steal. Trotzdem ein riskanter Pick, war er eigentlich in Runde 4/5 von den Scouting Agenturen gerated.

Das Kraftpaket: Ryder Cali

  • Draft-Position: Runde 2, Pick 50
  • Position: Center (North Bay Battalion, OHL)

Scouting-Bericht:
Unmittelbar nach Kulebyakin sicherten sich die Islanders mit Ryder Cali einen ganz anderen Spielertyp. Cali ist die Definition eines modernen Power-Forwards: Ein bulliger, physisch dominanter Center (6'2", ca. 215 lbs), der Gegner regelrecht überlaufen und an der Bande zermürben kann. Trotz seiner beachtlichen Statur verfügt er über eine beeindruckende Höchstgeschwindigkeit. Er spielt eine starkes Zwei-Wege Spiel, schützt den Puck exzellent in der neutralen Zone und ist defensiv extrem verlässlich. War Kulebyakin noch ein Reach, ist man sehr zufrieden damit Cali Mitte Runde 2 noch bekommen zu haben, war er doch von einigen sogar als Kandidat für das Ende von Runde 1 eingestuft.

Entwicklungspotenzial:
Da er zu den jüngsten Spielern des Draft-Jahrgangs gehört, hat Cali noch eine Entwicklungskurve vor sich. Er bringt genau die Physis und Härte mit die man in den Bottom 6 sucht.

Der Profi-erprobte Spielmacher: Tomas Chrenko

  • Draft-Position: Runde 3, Pick 82
  • Position: Center (HK Nitra, Slowakei)

Scouting-Bericht:
Tomas Chrenko bringt bereits wertvolle Erfahrung aus dem Seniorenbereich mit. In der slowakischen Extraliga bewies er großes taktisches Verständnis und erzielte sogar das Meisterschaftstor in der Overtime für HK Nitra. Chrenko bestimmt das Spieltempo hervorragend und agiert defensiv mit unermüdlichem Einsatz im Backcheck. Er verlässt sich auf ein schnörkelloses, hocheffizientes Passspiel. Nach einer ganz starken U20-WM für die Slowaken ist der Fakt ihn Mitte Runde 3 bekommen zu haben, sehr erfreulich, galt er durch die Bank als Mann für Runde 2. 

Der vor Saisonstart höher gehandelte: Lars Steiner

  • Draft Position: Runde 4 , Pick 114
  • Position: rechter Flügelstürmer (Rouyn-Noranda Huskies / QMJHL)

Scouting-Bericht:
Lars Steiner ist ein technisch versierter Winger, der mit gutem Schuss und Torriecher glänzt. Hinter dem jungen Schweizer liegt ein unglückliches Jahr, im Oktober verletzte er sich an der Schulter und verpasste beinahe 3 Monate der Saison. Erst zur U20-WM war er zurück, doch überzeugte nur noch selten. Letztlich war er die ganze Saison zu unkonstant, dazu noch seine relativ geringe Körpergröße, da blieb nichts mehr übrig das er mal ein Kandidat für Runde 2 war. 30 Tore in 44 Spielen in der QMJHL waren trotzdem sehr gut und man riskiert es in Runde 4 mit ihm.

Entwicklungspotenzial:
Steiner hat Potenzial zu einem Stürmer auf NHL-Niveau, der dank seiner Schussqualität auch in Powerplay-Formationen eingesetzt werden kann. Der Schritt zurück zum HC Davos in die Schweizer National League ist ideal, um sich frühzeitig im Profibereich gegen erwachsene Männer zu beweisen. 

Der skandinavische Zwei-Wege-Flügel: Anttoni Uronen

  • Draft-Position: Runde 5, Pick 146
  • Position: Flügelstürmer

Scouting-Bericht:
Anttoni Uronen bringt das typisch finnische Eishockey-Gen mit: diszipliniert, taktisch hervorragend geschult und unermüdlich im Forechecking. Uronen ist ein exzellenter Penalty-Killer, der Passwege antizipiert und Schüsse blockt. Offensiv besitzt er einen soliden Handgelenkschuss, kreiert seine Chancen jedoch eher durch harte Arbeit und Puckgewinne als durch spielerische Finesse. 10 Punkte in 28 Spielen in der ersten finnischen Liga mit 17 sind zudem auch ein Ausrufezeichen. 

Entwicklungspotenzial:
Ein potenzieller Rollenspieler für Unterzahlsituationen und die vierte Sturmreihe, der Trainern durch seine Zuverlässigkeit viel taktische Flexibilität gibt.

Das unbeschriebene Blatt: Artyom Matyuk

  • Draft-Position: Runde 6, Pick 178
  • Position: Center (Nizhny Novogorod / MHL)

Scouting-Bericht:
Artyom Matyuk ist ein Projekt und ehrlicherweise hat man in gedraftet, da im echten Draft er auch von den Islanders genommen wurde. Der spielstarke Linksschütze verbrachte die letzten zwei Jahre in der russischen Juniorenliga MHL bei Tschaika Nischni Nowgorod, wo er sich zu einem verlässlichen Zwei-Wege-Center entwickelt hat

Entwicklungspotenzial:
Ein klassischer Spätentwickler-Pick für die hinteren Runden, dank seines hohen Hockey-IQ und seiner Qualitäten am Bullykreis kann er ein verlässlicher Defensiv-Center werden

 Nochmal den Islanders aus der NHL gefolgt: Robert Cowan

  • Draft-Position: Runde 7, Pick 210
  • Position: Angreifer ( Western Michigan / NCAA)

Scouting-Bericht:
Ehrlicherweise ist man hier direkt nochmals den Islanders gefolgt. Cowan ist auch ein Spätentwickler, aber mit toller Debutsaison in der NCAA für Western Michigan. Cowan kann auf beiden Flügeln sowie als Center eingesetzt werden. Er ist defensiv verlässlich, spielt ein aggressives Forechecking, geht kompromisslos in die "schmutzigen Zonen" des Spielfelds und scheut trotz seiner durchschnittlichen Statur keinen harten Körperkontakt

Entwicklungspotenzial:
Cowan hat das Potenzial zu einem verlässlichen Center für die Bottom 6. Da er als College-Spieler an der Western Michigan University noch mehrere Jahre Entwicklungszeit hat, kann man bei ihm in Ruhe abwarten.

Der nimmermüde Arbeiter: Tobias Krestan

  • Draft-Position: Runde 7, Pick 212
  • Position: Stürmer (HV71 / J20 Nationell)

Scouting-Bericht:
Mit dem letzten Pick des Drafts sicherten sich die Islanders Tobias Krestan. Krestan kommt über seinen Einsatz und seine Intensität. Er scheut keinen Zweikampf, geht den gegnerischen Verteidigern permanent auf die Nerven und setzt Akzente im Forechecking.

Entwicklungspotenzial:
Ein klassischer Longshot-Pick für die vierte Reihe, der einer Mannschaft durch seine Energie in kurzen Einsätzen spürbare Impulse verleihen kann.