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Trade-Lawine von Philly bis Colorado

2026-09-01

Eine wirkliche Trade-Lawine in der GFHL: die Philadelphia Flyers und die Colorado Avalanche haben sich auf einen größeren Trade geeinigt. Dabei kommt es bei den Flyers auf der Goalie-Position zu einer größeren Veränderung, zudem muss man einen jahrelangen soliden, sehr geschätzten und selbst gedrafteten Verteidiger abgeben.

Viele Gespräche wurden im Sommer bei den Flyers bislang geführt. Mit Trainern, Scouts, anderen GMs – GM Chris ist durchaus ständig am Handy. Jetzt konnte man einen größeren Trade mit Colorado einfädeln. Die Flyers schicken Goalie Philpp Grubauer, einst von Colorado gedraftet, sowie Verteidiger Olli Määttä, einst von den Coyotes gedraftet, sowie einen 5th Round Pick 2029 an die Avalanche. Dafür bekommt man Goalie Sam Montembeault, Verteidiger Ty Emberson und eine 3rd Round Draftrecht 2028. Ein größerer Trade, der so nicht zu erwarten war. Gerade Grubauer als 1B zu traden bringt einige Fragen mit sich. Auch bei Määttä stellen sich Fragen, da die Defensive der Flyers durchaus eng besetzt ist.

„Zuallererst gilt unser großer und aufrichtiger Dank GM Fabian von den Avs. Wir hatten wirklich extrem angenehme und respektvolle Gespräche auf Augenhöhe, jeder wusste um die „Needs“ und Wünsche des anderen. Am Ende haben wir einen Kompromiss gefunden, der für beide Seiten sehr gut passt. Wir freuen uns auf die neuen Jungs, sind aber auch sehr traurig, zwei feste Bestandteile der Organisation zu verlieren“ äußerte sich GM Chris.

Doch warum sprengt man bei den Flyers das Top-Duo Scott Wedgewood / Grubauer? Und warum lässt man eine verlässliche Größe wie Olli Määttä ziehen?

Philipp Grubaer„Uns war klar, dass Grubi auch, zurecht, den Anspruch hat, als Starter in eine Saison zu gehen. Und uns ist klar: egal, in welcher Rolle Grubi in die Saison geht, er wird diese ohne zu Murren annehmen, er und Scotty werden sich zu Höchstleistungen anspornen. Trotzdem darf man nicht vergessen: der Vertrag von Grubi endet nach dieser Saison, dann ist er wieder UFA. Ob und wie es mit ihm dann weitergeht wissen nur die Sterne – aber nicht die aus Dallas. Er kann seinen Marktwert noch mehr steigern, wenn er als Nummer eins in eine Saison geht. Da mussten wir abwägen und diese Chance wollen wir niemandem verbauen, schon gar nicht Grubi“ so GM Chris.

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Olli Määttä. „Wir haben einen harten Konkurrenzkampf in der Verteidigung in dieser Saison und schon früh Olli Määttäim Team beschlossen: wir gehen mit 7 Verteidigern in die Runde. Das heißt aber auch: einer muss draußen sitzen. Es ist purer Luxus, einen Verteidiger wie Olli draußen sitzen zu haben. Auch er geht in sein letztes Vertragsjahr und soll sich nach Möglichkeit gut präsentieren können. Natürlich ist es auch für uns gut, wenn man dann beim Gehalt sparen kann“ erklärte hier der GM. „Über Olli können wir nur Gutes sagen. Er war seit seinem Draftjahr und seinen ersten Spielen für unsere Franchise ein Gesicht selbiger. Olli wird uns allen Fehlen – aber wir haben anhand von Connor (Murphy) gesehen, wie schnell es gehen kann und man sieht sich wieder.“

Die Neuen im Team, Verteidiger Ty Emberson und Goalie Sam Montembeault, sollen zeitnah in Philly eintreffen. Mit Emberson bekommen die Flyers einen sehr verlässlichen Defensiv-Verteidiger, der mit 26 Jahren auf 127 GFHL-Spiele, alle für Colorado, kommt.

Goalie Sam Montembeault ist an einem Punkt in seiner Karriere, in dem ihm ein Tapetenwechsel wohl ganz gelegen kommen dürfte. Nach Sam MontembeaultCarolina und Colorado sind die Flyers nun das dritte GFHL-Team für den 29-jährigen Goalie, der die letzten beiden Jahre als Starter für Colorado aufs Eis ging. „Monty“ wird wohl die Nummer zwei hinter Wedgewood, ihm wird in dieser Saison bei den Flyers die Chance gegeben, richtig zurück in die Spur zu finden. Wieder also ein Gamble auf der Goalie-Position. Nach Petr Mrazek und Pierre Engvall nun das dritte Glücksspiel in kürzester Zeit, was die Flyers eingehen. Eventuell hat man in Philadelphia ja Interesse daran, die Vegas Golden Knights als Glücksspielstadt Nummer 1 der Liga zu verdrängen.

Für eine neue Ära in Orange.