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Penalty Box: Der Oktober

2026-11-06

216 Spiele, 1.465 Tore, 44 Verlängerungen, zwei Shutouts: der erste Monat der Saison im Rückblick – von der Bank am Rand, von der man das ganze Spiel sieht. Ein Querschnitt durch die ganze Tabelle, von oben bis in den Keller. Zahlen bis 31. Oktober.

Das obere Drittel

Detroit: Nach 60 Minuten kaum zu schlagen

Detroit hat in 13 Spielen genau einmal nach regulärer Spielzeit verloren, ein 2:5 zu Hause gegen Seattle. Der Rest der Bilanz verrät einen gewissen Hang zu Überstunden: Sieben Spiele gingen in die Verlängerung oder ins Shootout, drei davon gewannen die Red Wings, vier verloren sie. Unter dem Strich stehen 8-1-4, 20 Punkte und zusammen mit Colorado die beste Punktequote der Liga. Auswärts ist Detroit nach 60 Minuten noch ungeschlagen (3-0-2), das deutlichste Ergebnis war ein 7:1 in Montreal. Vorne sammelte Logan Cooley 19 Punkte, Jake Guentzel traf zehnmal. Mit +12 führen die Red Wings die Atlantic Division an.

Colorado: Die Abwehr als Visitenkarte

Zwei ältere Fans im Upper Deck, Reihe 32
KI-Illustration

Die gleiche Punktequote wie Detroit, aber auf ganz anderem Weg: Colorado hat 33 Gegentore in 13 Spielen kassiert, so wenige wie kein anderes Team. Philipp Grubauer kommt auf eine Fangquote von .932, die beste aller Torhüter mit mindestens sieben Einsätzen. Zu Hause verlor die Avalanche nach 60 Minuten noch kein einziges Mal (6-0-1), zwischendurch standen sechs Siege in Serie. Vorne verteilt sich die Arbeit: Bryan Rust traf achtmal, J.T. Miller bereitete zehn Tore vor. Mit 20 Punkten ist Colorado Zweiter der Central Division, einen Punkt hinter Minnesota, das zwei Spiele mehr bestritten hat.

Upper Deck, Reihe 32: – „Colorado sitzt so selten auf der Strafbank wie kaum ein anderes Team.“
– „Und wenn doch, passiert nichts. Zwei Gegentore in 28 Unterzahlspielen. Die Bank könnten sie glatt untervermieten.“

Toronto: Die Torfabrik

Torfabrik mit Fließbändern in beide Richtungen

KI-Illustration

Toronto schießt Tore wie am Fließband und kassiert sie im selben Takt: 61 erzielte Tore sind Ligabestwert, 58 Gegentore ebenfalls, nur in die andere Richtung. Unter dem Strich stehen 19 Punkte, Platz sieben und eine Tordifferenz von +3. Mitte Oktober standen die Maple Leafs noch auf Platz 24. Wer nach Gründen sucht, findet sie im Angriff. Brock Nelson traf elfmal, Chris Kreider sammelte 21 Punkte. Langweilig wird es selten. Das 7:2 gegen San Jose war ebenso typisch wie das 1:6 gegen die Rangers kurz darauf.

Die Mitte

Vancouver: Ein Mann, ein Drittel

Torjäger vor einer Anzeigetafel mit 15 Strichen
KI-Illustration

Dylan Larkin bestritt 15 Spiele für Vancouver und erzielte 15 Tore, darunter zwei Hattricks: einen beim 4:6 in New Jersey, einen beim 7:2 in Anaheim. Kein anderer Spieler der Liga kam auf mehr als zwölf. Von Vancouvers 44 Toren gehen damit mehr als ein Drittel auf sein Konto. Die Canucks brauchten trotzdem Anlauf: Aus den ersten sechs Spielen holten sie einen Sieg, Mitte Oktober standen sie auf Platz 26. Seitdem ging es aufwärts, am Monatsende stehen 16 Punkte und Platz 15. Hinten half Andrei Vasilevskiy mit einer Fangquote von .926 und dem 3:0 in San Jose, einem von nur zwei Shutouts im ganzen Monat.

NY Islanders: Zu Hause eine Festung, auswärts ein Rätsel

Mit 15 Punkten stehen die Islanders mitten im Feld. Der Durchschnitt täuscht allerdings. Zu Hause gewannen sie fünf von sechs Spielen, auswärts einen von sieben. Alle drei Niederlagen nach Verlängerung oder Shootout kassierten sie in fremden Hallen. Mark Stone sammelte 15 Punkte, Mark Scheifele 13. Wer die Islanders im Oktober sehen wollte, wenn sie gewinnen, musste nach Long Island fahren.

Upper Deck, Reihe 32: – „Die Islanders hatten im Oktober 33-mal Überzahl.“
– „Und?“
– „Kein Tor.“
– „Kann man eine Strafe eigentlich auch ablehnen?“

Der Keller

Columbus: Tore nur mit einem Mann mehr

Columbus hat mit 30 Toren die wenigsten der Liga erzielt und mit elf Spielen auch die wenigsten bestritten. In Überzahl dagegen trafen die Blue Jackets 14-mal in 34 Versuchen. 41 Prozent sind Ligabestwert, und fast jedes zweite Tor von Columbus fiel mit einem Mann mehr. Bei fünf gegen fünf wird es dagegen zäh, was bei 9 Punkten und dem letzten Platz der Metropolitan Division nicht weiter überrascht. Alex Lyon hielt mit einer Fangquote von .916 zumindest hinten vieles fest. Dmitri Voronkov ist mit sieben Toren bester Torschütze.

Pittsburgh: Stammgast auf der Strafbank

Kein Team saß im Oktober so oft auf der Strafbank wie Pittsburgh: 156 Strafminuten und 58 Unterzahlsituationen sind Ligahöchstwerte. Erstaunlicherweise ist das gar nicht das Problem. Die Penguins überstanden 84,5 Prozent davon ohne Gegentor, nur drei Teams waren in Unterzahl besser. Das Problem liegt eher in der Ausbeute: vier Siege in 13 Spielen, aus den letzten zehn nur zwei. Mit 11 Punkten steht Pittsburgh auf dem vorletzten Platz der Metropolitan Division. Bo Horvat ist mit 14 Punkten bester Scorer.

Upper Deck, Reihe 32: – „Gegen Nashville hatten sie viermal einen Mann weniger.“
– „Viermal Überzahl, kein Tor, 1:7. Die Strafbank war an dem Abend der sicherste Platz in der Halle.“

Dallas: Spät aufgewacht

Am Monatsende steht Dallas mit 9 Punkten auf dem letzten Platz der Liga. Die ersten sieben Spiele blieben die Stars ohne Sieg, von den ersten zehn gewannen sie eins, ein 1:7 in Buffalo war auch dabei. Zum Monatsende kam dann doch noch Leben in die Sache: drei Heimsiege in Folge gegen die Islanders (5:3), New Jersey (4:2) und Montreal (5:2). Cole Caufield sammelte 16 Punkte, Mikko Rantanen 15.

Aufsteiger und Absteiger des Monats

Gemessen an den letzten zehn Spielen im Vergleich zum Saisonschnitt.

Aufsteiger: Ottawa

Ottawa brauchte im Oktober Anlauf, dann aber keinen mehr. Aus den ersten sechs Spielen holten die Senators keinen Sieg und nur zwei Punkte, Mitte Oktober standen sie auf Platz 31. Danach gewannen sie sechs von acht Spielen, die letzten drei in Folge, darunter ein 6:3 in Vegas. Dazwischen lag das 6:0 gegen die Islanders mit Jesper Wallstedt im Tor, der zweite der beiden Shutouts des Monats. Am Monatsende steht Ottawa auf Platz 19, die letzten zehn Spiele brachten eine Bilanz von 6-3-1. Troy Terry sammelte 16 Punkte.

Absteiger: Montreal

Montreal ging den umgekehrten Weg. Die Canadiens starteten mit drei Siegen, darunter ein 5:2 in Toronto, und holten danach aus zehn Spielen nur noch zwei. Mitte Oktober standen sie auf Platz 20, am Monatsende auf Platz 30 und am Ende der Atlantic Division, punktgleich mit Tampa Bay, das ein Spiel weniger bestritten hat. Der Tiefpunkt war ein 1:7 zu Hause gegen Detroit. An Tim Stützle lag es nicht, er traf zwölfmal, so oft wie Coyle und Kucherov.

Die Zahl des Monats: 9

Neun von 15 Spielen ging Minnesota in die Verlängerung, kein Team öfter, nur Detroit kommt mit sieben in die Nähe. Fünf davon verloren die Wild, vier gewannen sie. Trotzdem reicht es nach Punkten für Platz eins: 21 Zähler, mehr als jedes andere Team. Nach regulärer Spielzeit verlor Minnesota nur zweimal. Die Tordifferenz liegt allerdings nur bei +3, weil nur Toronto und Carolina mehr Gegentore kassierten. Vorne trägt Nikita Kucherov die Offensive: 12 Tore, 12 Vorlagen, 24 Punkte. In der Scorerliste liegt nur Charlie Coyle aus Vegas vor ihm (25).

Trades des Monats

  • 04.10. Tampa Bay – Vancouver: Niklas Kokko nach Tampa Bay, ein Zweitrunden-Pick 2027 (ursprünglich Philadelphia) nach Vancouver.
  • 04.10. Montreal – Vancouver: Brett Leason nach Vancouver, Vancouvers Sechstrunden-Pick 2027 nach Montreal.
  • 04.10. Toronto – Colorado: Nick Paul und Torontos Siebtrunden-Pick 2027 nach Colorado, Tyler Bertuzzi nach Toronto.
  • 17.10. Colorado – Nashville: Tristan Lennox sowie Colorados Viert- und Siebtrunden-Pick 2027 nach Nashville, Mads Sogaard nach Colorado.
  • 24.10. Buffalo – Philadelphia: Ty Nelson und Philadelphias Siebtrunden-Pick 2028 nach Buffalo, Buffalos Drittrunden-Pick 2027 nach Philadelphia.
  • 28.10. Nashville – Montreal: Emil Heineman nach Montreal, Jeremy Lauzon nach Nashville.

Ausblick

In den kommenden Tagen stehen mehrere Duelle aus der oberen Tabellenregion an: Detroit gastiert in Colorado, das Duell der beiden Teams mit der besten Punktequote im Oktober. St. Louis kommt nach Nashville (das erste Duell im Oktober gewannen die Blues 6:2), Florida spielt in Boston und Colorado in Toronto.




Marcus

Ja Mega!!!

Penalty Box: Der Oktober
Detroit und Colorado vorn, Toronto im Torrausch, Columbus trifft fast nur in Überzahl – der erste Monat der GFHL-Saison im Rückblick.

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Chris

Sehr cool!

Penalty Box: Der Oktober
Detroit und Colorado vorn, Toronto im Torrausch, Columbus trifft fast nur in Überzahl – der erste Monat der GFHL-Saison im Rückblick.

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