Spätstarter!
2015-09-15Winnipeg. 717 Spiele hat er schon absolviert in der GFHL. Er stand für Traditionsteams wie Detroit, Toronto, Ottawa, die New York Rangers und zuletzt die Dallas Stars auf dem Eis. Er hat schon viel erlebt im Laufe seiner Kariere. Doch die nächsten Spiele, insbesondere das 722. werden wohl für Alexander Steen etwas ganz Besonderes. Am 1. März 1984 wurde der Flügelspieler in Winnipeg geboren und kehrt nun als Spieler der Winnipeg Jets in seine Geburtsstadt zurück! Eine Premiere mit 31 Jahren.
Die Fans jedenfalls reagierten begeistert auf die Verpflichtung, die sich die Jets allerdings einiges kosten lassen. Das Jahresgehalt beträgt üppige 8.250.000,- $. Der Vertrag gilt bis 2018. Auch die Rangers wollten Steen unbedingt zurück und haben sich ebenso sehr intensiv um ihn bemüht. Doch letztlich überzeugte das Konzept der Jets und so konnte gerade auf der noch nicht ganz so starken linken Angriffsseite ein echter Kracher geholt werden!
"Ich freue mich riesig auf meine Zeit bei den Jets. Schade, dass die ersten vier Saisonspiele auswärts stattfinden. Ich bin richtig heiß auf das erste Heimspiel. Wenn wir mit den Rangers hier waren, war es immer sehr laut. So eine Atmosphäre beflügelt einen zusätzlich", gab Steen, der schon seinen Sommerurlaub in Manitoba verbrachte, zum Besten.
Neben Steen unterschrieb auch Verteidiger Eric Brewer einen 2-Jahres-Vertrag in Winnipeg. Der 36-jährige soll der Defensive zusätzliche Tiefe verleihen und auch schonmal im Scouting-System der Jets hospitieren. Dort sieht Brewer seine Zukunft nach der Spielerkarriere, welche wohl mit Ablauf dieses Vertrages ihr Ende finden wird.
"MIr war vor allem eine Möglichkeit zur Berufsentwicklung neben dem Eis wichtig. Diese Offerte bekam ich nur von den Jets. Dafür bin ich sehr dankbar und werde mein Bestes geben. Auf und neben dem Eis."
Mit diesen beiden Neuverpflichtungen hat das junge Team der Winnipeg Jets endlich die nötigen Häuptlinge zu den zahlreichen Indianern in den Stamm bekommen. Das Team ist ausgewogen und man freut sich auf die neue Saison, die entgegen der letzten Spielzeiten weit entfernt vom Tabellenende der Western Conference stattfinden soll.