PreSeason Update
2015-10-02Winnipeg. Die PreSeason neigt sich dem Ende zu. In ein paar Tagen gilt es für die Teams der GFHL. Dann beginnt die Regular Season und damit die Jagd um Punkte, die begehrten Playoff-Plätze und über allem thront die Hoffnung un der Wille, im Juni 2016 Lord Stanley's Trophäe in Empfang zu nehmen.
Nachdem die Winnipeg Jets die vergangene Saison im Süden der Tabelle zugebracht haben, wurde kräftig ins Team investiert. Alexander Steen, Patrick Sharp und Eric Brewer wurden auf dem UFA-Markt geholt und bringen zusammen 17 Mio. mehr auf die Payroll (zzgl. Signing Bonus).
Insgesamt kamen in der OffSeason 22(!!!) neue Spieler in die Franchise, 24 Cracks verließen Winnipeg. "Die Zahlen sprechen für einen totalen Umbruch. Letztlich haben wir uns aber nur punktuell verstärkt. Mein Vorgänger Chris Hagen hatte mir ein deutlich stärkeres Team hinterlassen, als es die Zahlen aus der vergangenen Saison beschreiben", ist GM Toby stolz auf seine Truppe.
Der junge Stamm der Jets wurde vor allem mit Führungspersonen gespickt. Mit Alexander Steen, Patrick Sharp, Justin Williams und Jay McClement sind vier routinierte Offensivkräfte mit Führungsambitionen ins Team gekommen. Sie sollen Alleinunterhalter Sid Crosby deutlich entlasten und die Torgefährlichkeit insgesamt erhöhen. Eric Brewer wird die letzten zwei Jahre seiner Karriere in Winnipeg verbringen und anschließend ins Scouting Team der Jets wechseln. Für die dritte Reihe ist der 36-jährige nach wie vor eine Bank.
Im Tor kam mit Cam Talbot die bereits vor Monaten angekündigte Veränderung erst relativ spät. Der Wechsel im Management der Montréal Canadiens machte es möglich. GM André Petrarca wollte nicht mit Talbot, Pavelec und Price in die Saison gehen und so konnte Talbot als neuer Partner von Rookie Michael Hutchinson gewonnen werden. Diese Besetzung freut vor allem auch den neuen Head Coach Mike Babcock. "Wir haben zwei gleichstarke Goalies, die sich gegenseitig zu Höchstleistungen anstacheln. Momentan machen beide das Ausrufen einer Nummer 1 praktisch unmöglich."
Die ersten sechs PreSeason Spiele lassen sich ebenfalls sehen. Nur einmal verließ man das Eis ohne Punkte. Zweimal hatte man im Penaltyschießen das Nachsehen. Die anderen drei Spiele wurden gewonnen, eines davon in Overtime. Die Tordifferenz ist ausgeglichen, neun verschiedene Torschützen zeugen von einer variablen Offensive.
Vor allem das Power-Hockey der letzten drei Spiele, welches ein wenig an die Spielweise der späten 1980-er Jahre erinnert, macht Lust auf mehr. Gerade unter Goalie Michael Hutchinson, der sich sehr aggressiv immer wieder auch mit schnellen Rebounds ins Angriffsspiel seiner Mannschaft einschaltet, spielen die Jets einen spektakulären Stil. Für Hutchinson stehen zwar 11 Gegentore in drei Spielen und eine Save-Quote von lediglich 87,2% zu Buche, dafür aber drei Siege und 16 Tore seiner Vorderleute. Offensiv-Spektakel eben. Mit Talbot wird ein deutlich defensiverer Stil gepflegt, der in den Ergebnissen aber bisher noch nicht erfolgreich war. Talbot stand bei den drei Niederlagen der Jets auf dem Eis. "Das hat überhaupt nichts zu sagen. Wir vertrauen Cam zu 100% und wissen, dass wir einen hervorragenden Goalie mit ihm im Team haben. Er wird seine Einsätze bekommen und er wird auch Spiele für uns gewinnen", stellt sich der GM vor seine Neuverpflichtung.
Morgen Abend in Calgary wird die PreSeason für die Winnipeg Jets mit dem Spiel gegen die Flames ihren Abschluss finden. GM Toby freut sich riesig auf die Begegnung. An alter Wirkungsstätte zu sein und die Atmosphäre und diese großartigen Fans genießen sei ein tolles Erlebnis, meint der Macher der Jets. Allerdings ist sein Team nicht da, um Gastgeschenke zu verteilen.
Auch bei den Manitoba Moose laufen die Vorbereitungen auf die kommende Saison. Head Coach Paul MacLean äußerte sich begeistert über den Fitnesszustand seiner Mannschaft. Einige der Spieler trainierten bereits seit Anfang August an den Grundlagen und scheinen bestens gerüstet für die lange AHL-Saison. Einige Cracks schielen zudem auch darauf, nicht nur für die Moose in der GMHL aufzulaufen.
Doch egal, wie lang die Saison wird. Am Ende soll bei beiden Teams der Erfolg stehen. Dies bedeutet mindestens Playoffs. "In den Playoffs kann immer alles passieren. Aber mit dieser Mannschaft nur eine Verbesserung zum Vorjahr zu erzielen ist einfach zu wenig. Diese Mannschaft ist ein Playoffs-Team. Nicht weniger erwarte ich von ihnen", gibt GM Toby eine klare Marschroute aus, die aufgrund des Teametats aber auch gerechtfertigt ist.