Freie Tage sind Gold wert!
2016-05-09Winnipeg. Die Winnipeg Jets haben offenbar ihren Rythmus gefunden und sich in nur 5 Spielen gegen die Chicago Blackhawks für das Conference Finale der GFHL qualifiziert. 5:3 und 1:4 lauteten die Ergebnisse aus dem MTS Centre, ein 4:1 und 3:0 konnten Babcock's Mannen aus Chicago mitbringen, ehe dann vor eigenem Publikum mit dem 3:2 in der Overtime das vierte Spiel der Serie gewonnen werden konnte. Weit beeindruckender als die Ergebnisse war jedoch vor allem die Art, wie diese zustande kamen. Außer Thorburn und McClement hat jeder eingesetzte Spieler der Jets schon etwas auf's Scoreboard gebracht. Die neue 1st Line - bestehend aus: Hagelin, Johansson und Staal - leistet vor allem defensiv großartige Arbeit. Und treten bei den Goalgettern Crosby, Steen oder Sharp mal Ladehemmungen auf, springen halt Eakin, Williams oder Eric Gelinas in die Bresche. Gerade Gelinas und Dalton Prout, eigentlich die Verteidiger 8 und 9, mussten sich schon in der Serie gegen Colorado immer wieder als Winger in der 4. Reihe versuchen - mit Erfolg. Im Spiel 5 war Gelinas mit dem Tor in der Overtime sogar der Matchwinner.
Beeindruckend ist auch die Auswärtsstärke der Jets. Vier Siege aus fünf Auswärtsspielen stehen auf der Habenseite und lassen Finalgegner Arizona gewarnt sein. Dazu lag man zu Beginn gegen Colorado bereits 0:2 hinten, drehte die Serie auf 3:2, verlor Spiel 6 um dann im letzten Spiel die Serie endgültig für sich zu entscheiden.
"Mental sind wir richtig gut drauf. Aber die Serie mit dem Rythmus: reisen, spielen, reisen spielen setzt den Spielern körperlich zu. Daher sind wir sehr froh, die Serie gegen Chicago so schnell entschieden zu haben und nun ein paar freie Tage genießen zu können. Diese sind wahrlich Gold wert. Wir fliegen mit vollem Akku nach Arizona und werden ihnen alles entgegen bringen," weiss Jets-GM Toby die Situation zu schätzen. Der GM selbst prophezeit eine lange Serie. "Es wird wohl über die volle Distanz gehen. Wir haben zudem ein Auswärtsspiel mehr, das ist ein Vorteil für uns." Der Schlüssel für die Serie könnten tatsächlich die Spiele im MTS Centre werden. Denn der Auswärtsstärke der Jets steht eine große Heimstärke der Coyotes gegenüber. Nur eine Niederlage setzte es auf eigenem Eis bisher für die Kojoten, nur zwei Mal gelangen dem Gastteam dort drei Tore.
Der Spielstil ist ähnlich wie der der Jets. Ein unbequemes Kollektiv, gestützt auf eine bärenstarke Verteidigung, macht es für die Gegner zu einer sehr schweren Aufgabe. Zudem kann auch bei den Coyotes jeder Spieler etwas für's Scoreboard tun. Als Zünglein an der Waage könnten bei den Coyotes das Top-Scorer-Paar Filip Forsberg und Anze Kopitar sein, die bisher in keinem Spiel wirklich in den Griff zubekommen waren. Bei den Jets könnte Goalie Braden Holtby der Faktor sein. Mit einer Save-Quote von 92,1% und bereits zwei Shut-Outs zeigte er seinerseits, dass er Spiele allein entscheiden kann.
Die Freude auf das Conference Finale ist riesig. Die ersten vier Spiele sollen bereits jetzt schon ausverkauft sein.