Vorschau auf: Stars vs. Jets III
2016-11-08Winnipeg. Heute Abend startet die dritte Auflage des Spiels: Dallas Stars vs. Winnipeg Jets in dieser GFHL-Saison. Während in den USA die Wahl des neuen US-Präsidenten alles diktiert, ist man in Kanada eher an dem Duell der Divisions-Rivalen interessiert. "Unsere US-amerikanischen Spieler konnten sich bereits im Vorfeld per Briefwahl an der Abstimmung beteiligen. Wie ich meinen Manager-Kollegen aus Dallas einschätze, wird er seinen Schützlingen diese oder eine ähnliche Möglichkeit ebenso angeboten haben. Wir können uns also alle aufs Eishockey konzentrieren", erwartet Jets-GM Toby eine intensive Auseinandersetzung auf dem Eis.
Beide Teams haben ihr letztes Spiel verloren. Während die Jets davor jedoch fünf Siege in Folge landeten und immer noch in der Conference Spitze mitspielen, drohen die Stars bei einer weiteren Niederlage den Anschluss an die Playoff-Plätze zu verlieren. "Die wollen hier unbedingt gewinnen und werden sehr bissig agieren. Wir müssen hellwach sein und ihnen unsere Stärken aufzwingen, sonst steht uns eine sehr schwere Aufgabe bevor", weiß auch Head Coach Mike Babcock.
Stärken der Jets sind vor allem die Ausgeglichenheit der Reihen, was das Scoring angeht. Können sich die Reihen 1 und 2 um Crosby, Staal, Steen, Johansson und Co. nicht auf das Scoringboard spielen, wird das Toreschießen eben von Wingels, Thorburn oder Burrows erledigt. "Wir haben vier Reihen, die für ein Tor gut sind", freut sich Babcock. Dies sei gut, denn: "mit einem Tor auf der Habenseite wird es für unseren Gegner meist schon eng!" In der Tat zeigen die Statistiken aktuell: die Jets sind kein Scoring-Team. Top-Scorer? Fehlanzeige. Einen Statistik-Leader haben die Jets zwar, dieser jedoch schießt keine Tore sondern verhindert sie. Braden Holtby spielt eine starke Saison bisher und führt mit zwei Shutouts und einer Save-Quote von über 94% die wichtigsten Goalie-Statistiken an. Nur vier Gegentore in den letzten drei Spielen zeigen ganz klar, welche Trümpfe am heutigen Abend in den Händen der Jets liegen.
Die Stärke der Dallas Stars liegt vor allem im starken Output ihrer 1st Line. Nelson, Backes und Oshie harmonieren prächtig und haben die Hälfte der bisherigen Stars-Tore im Alleingang erzielt. Zudem stehen die Stars in Überzahl mit einer Quote von 28% ligaweit auf dem zweiten Platz. Winnipegs Penalty Killing ist zwar ordentlich, dennoch sollten die Jets von der Strafbank fern bleiben, um die Gefahr zu minimieren.
Während bei den Jets lediglich der Einsatz von Defenseman Brian Campbell fraglich ist, fehlen den Stars mit Pietrangelo, Okposo, Severson, Oduya und Goalie John Quick gleich fünf Stützpfeiler - vor allem in der Defensive! Auch der Einsatz von Top-Scorer T.J. Oshie ist fraglich. Die Jets verfügen zumindest über den ausgeruhteren Kader.
Das Mehr an Vorteilen befindet sich also in der Hand der Heimmannschaft. Nun gilt es, diese festzuhalten und auszuspielen. Denn auch wenn die Stars aktuell nicht in Bestform sind, gehören sie trotzdem zur GFHL-Spitze.
Für die Jets ist es das einzige Heimspiel in einer Serie von Auswärtsspielen. Nach zuletzt drei Partien im Osten geht es übermorgen nach Colorado und einen Tag später gegen die Arizona Coyotes ran. Nach den zuletzt sehr guten Auftritten ist für den GM jedoch ein Auswärtsspiel kein Nachteil. "Wir haben einen guten Rhythmus in der Mannschaft, so dass es egal ist, ob wir daheim oder auswärts spielen. Wir merken es eigentlich nur daran, dass es meist ein wenig leiser auf den Rängen ist, wenn wir auswärts spielen", grinste GM Toby auf der Pressekonferenz und konnte sich einen Blick in Richtung seines Kollegen aus Dallas nicht verkneifen.
