Die nächste Serie rollt!
2016-11-18Winnipeg. Es war noch nicht lange her, da wollten sich auf dem Gesicht von Head Coach Mike Babcock erste Sorgenfalten eine neue Heimat suchen. Eine Serie von fünf Siegen in Folge wurde von den New York Rangers gebrochen und auch aus den folgenden drei Spielen holten die Winnipeg Jets lediglich einen mageren Punkt. Platz 2 in der Division geriet in Gefahr.
Mittlerweile jedoch läuft die Maschinerie wieder. Auch, weil die Jets bei ihren Heimspielen gegen die Conference-Gegner aus Los Angeles (5:1) und Chicago (6:2) sowohl ihre Heimstärke als auch einen deutlich gesteigerten Torhunger an den Tag legten.
Heute flogen die Jets in den Osten, um bei den Philadelphia Flyers ihren Road Trip von insgesamt fünf Auswärtsspielen am Stück zu absolvieren. Und auch hier wurde mit einem 6:2-Erfolg ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Im ersten Abschnitt konnten sich noch beide Teams neutralisieren und es passierte sehr wenig vor beiden Toren. Im Mitteldrittel schalteten die Jets dann einen Gang höher und erzwangen gleich vier Tore, um bereits eine Vorentscheidung an den Tag zu legen. Hierbei übernahmen vor allem die ersten beiden Reihen die Verantwortung. Eric Staal (Reihe 2) und Sidney Crosby (Reihe 1) erzielten im 5:5 die Tore zum 1:0 und 3:0. Zwischendurch hatte Burrows zum 2:0 im Powerplay erhöht. Gerade die ersten beiden Reihen, die bisher zwar starke Leistungen abriefen, aber eher seltener als erwartet auf dem Scoreboard auftauchten, gingen heute voran. Doch auch die vierte Reihe - in Person von Top-Torjäger Tommy Wingels - ließ es sich nicht nehmen, sich am Scheibenschießen zu beteiligen. Er steuerte das 4:0 in der 40. Minute bei.
Als zu Beginn des Schlussabschnittes auch die zweite PP-Reihe um Steen, Johansson und Crosby zum 5:0 traf, war die Partie entschieden. Brian Elliott räumte seinen Kasten für Al Montoya, doch die Flyers steckten nicht auf und kamen binnen zwei Minuten auf 5:2 heran. Doch um das Spiel noch einmal herum zu reißen, waren die Jets an diesem Abend einfach zu kaltschnäuzig. Die Angriffsreihen der Gäste aus Manitoba hielten den Druck konstant hoch und heute reichte auch ein Braden Holtby in Normalform zwischen den Pfosten aus, um hinten nichts mehr anbrennen zu lassen. Den Schlusspunkt unter die Partie setzte Routinier Jason Chimera mit dem 6:2-Endstand.
Damit bleiben die Jets auf dem zweiten Platz in der Central Division, punktgleich mit den Nashville Predators, die jedoch noch drei Spiele weniger haben. Insgesamt aber sind die Jets auf einem guten Weg. "Wir haben nach einer kurzen Schwächephase die richtige Reaktion gezeigt und wieder in die Spur zurück gefunden. Die kommenden vier Auswärtsspiele sind zur Hälfte im Osten, danach aer erwarten uns mit den Wild und den Preds Divisionsgegner", schaut GM Toby mit Spannung auf die zukünftigen Aufgaben. Die Marschrichtung ist dabei klar: "Wir wollen alle vier Spiele gewinnen und uns weiter oben festsetzen. Das Team hat das Potential und die Form dafür", ist sich der GM sicher.