• German Fantasy Hockey League
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Standpauke für das Team der Hurricanes

2017-02-21

Mächtig gekracht hat es heute in der Kabine der Carolina Hurricanes. GM Dohmen ließ es sich nicht nehmen, direkt nach der 8. Niederlage aus den letzten 10 Spielen in die Kabine zu stürmen und seinem Frust freien Lauf zu lassen.

Verständlich wenn man bedenkt, welch gute Ausgangsposition mittlerweile verspielt wurde.
Schaut man sich die nackten Zahlen an ist auch schnell erklärt woran es scheitert. Dies ist auch am GM nicht vorbeigegangen, der sich nach seiner Kabinenpredigt auch auf der Pressekonferenz noch aufgeregt echauffierte.

„Wie willst Du Spiele gewinnen, wenn Du kaum Tore schießt. Mittlerweile sind wir bei den geschossenen Toren nur noch auf Platz 20. Bei den Gegentoren auf einem guten 3. Platz in der Liga. 18 Tore aus den letzten 10 Spielen ist viel zu wenig.  Gar nicht zu sprechen vom Powerplay. Das ist ein Witz. 3 Tore aus 28 Chancen muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. In den letzten 7 Spielen haben wir nicht ein einziges Powerplaytor geschossen. Hier muss ich vor allem unsere Stürmer anprangern. Der Trainer hat alles versucht, durch Umstellungen in den Lines oder auch an der Taktik. Nur die Jungs müssen das auch auf´s Eis bringen. Wir haben in unseren Reihen absolute Topstars, von denen ich mehr erwarte als das bisher gezeigte. Nur Namen auf dem Eis spazieren fahren ist nicht mehr, ich erwarte eine Gegenreaktion ab dem kommenden Spiel um die PlayOffs nicht aus den Augen zu verlieren. Johnny wird uns hier hoffentlich direkt weiterhelfen können.“

Gemeint ist die Verpflichtung von Johnny Gaudreau. Mit diesem Deal konnte GM Dohmen gleich 2 Baustellen abarbeiten.

„Wenn Du hinten nur 3 freie Spots für den Expansion Draft hast, aber Leute wie John Klingberg, John Carlson, Jack Johnson und Damon Severson in den Reihen musst Du Dich fragen, ob es Sinn macht einen dieser Spieler zu verlieren oder ob Du einen Trade anstrebst, in dem Du die derzeitige Schwachstelle versuchst zu stärken. Es gab viele Gespräche. Mit dem GM aus Anaheim konnte ich dann einen Deal aushandeln, der meinen Vorstellungen entsprach. Sollten wir einen Forward im Expansion Draft verlieren können wir das nun durch den Zugang von Johnny auch besser kompensieren. Alles in allem eine Win Win Situation für uns, auch wenn der Weggang von Klingberg natürlich schmerzt, er ist ein guter Junge und ich wünsche ihm nur das Beste.“

Nach diesen Worten stand der GM auch auf und verabschiedete sich wortkarg von den anwesenden Journalisten. Diese hatten auch keine weiteren Fragen mehr an den Coach, so dass eine interessante Pressekonferenz Ihr Ende fand. Es ging noch das Gerücht um, David Backes stünde auf dem Tradeblock. Mit ihm scheint man nicht unbedingt weiterarbeiten zu wollen, da er die Erwartungen bisher nicht erfüllen konnte. Er steht zwar im Lineup für das nächste Spiel und wird dort die 3. Reihe centern. Man ist aber augenscheinlich nicht abgeneigt, ihn bei einem passenden Angebot noch rechtzeitig vor der Tradedeadline abzugeben.

 

Clarke Spencer – Carolina SportsNews