Schnelles Aus in Runde 1
2017-04-24Man war der Außenseiter, dessen war man sich durchaus auch vorher bewusst, doch man ist trotzdem etwas enttäuscht das man den Blackhawks keinen härteren Fight bieten konnte. Mit 1:4 verlieren die Wild in der ersten Runde der GFHL-Playoffs gegen Chicago. Damit ist eine an sich gute Saison schneller beendet als man sich das insgeheim erhofft hatte.
Woran lag es letztendlich das man in nur 5 Spielen die Segel streichen musste. Um es kurz zu machen, es waren wohl 2 Schlüsselfaktoren. Zum einen war der Angriff der Wild eine One-Man-Show. Diese eine Person war John Tavares. In der Regular Season für seine Verhältnisse mit keiner überragenden Saison, zeigte er in den Playoffs das er da war. 5 Tore und 2 Vorlagen in den 5 Spielen gingen auf sein Konto. Damit hatte „JT“ in 7 von nur 9 Toren, die den Wild überhaupt nur in den Playoffs gelangen, seine Kelle im Spiel. Ausser JT zeigte leider keiner der Spieler eine überragende Playoff-Form. Und die hätte es gegen Chicago gebraucht. Als Beispiel dient hierbei Alex Galchenyuk. In der Regular Season noch überragend unterwegs und Topscorer der Wild, konnte er in den Playoffs nicht überzeugen und es gelangen dem jungen Amerikaner nur 2 Assists. Nicht besser lief es bei Bryan Little (1 Tor) oder Mark Scheifele (kein Tor, 2 Vorlagen).
Grund 2 für das schnelles Aus – das miserable Penalty Killing. 9 Tore konnte Chicago in den 5 Spielen in Überzahl erzielen. Das ist indiskutabel schlecht. Mit so einer Quote in Unterzahl hast du keine Chance. In den Playoffs musst du da besser sein. Fehlende Tiefe in der Offense und indiskutables Penalty Killing und vielleicht auch etwas das fehlende Fortune, denn man verlor 2 der 4 Spiele in Overtime. Letztlich ist das aber alles egal, die nackten Zahlen sprechen eine klare Sprache. 1:4 heißt es am Ende, Gratulation nach Chicago zum verdienten Weiterkommen.
Noch im Rennen ist dagegen das Farmteam der Wild. Die PEI Mussle Shovelers bieten dem Favoriten Dahlonega einen großen Kampf, liegen aktuell mit 2:3 zurück. Hier ist man weiter dran und hofft das das Minor League Team vielleicht noch eine Überraschung schaffen kann. Ansonsten ist nun der berühmte Kehraus. Die Liste für den Exp. Draft ist abgegeben, man hat sich entschieden die 7-3-1 Route zu gehen. Im Angriff schützt man natürlich die Big 5 um John Tavares, Mark Scheifele, Alex Galchenyuk, Bryan Little und Rickard Rakell. Selbstverständlich muss man sagen. Auch Alex Radulov und Marcus Krüger werden geschützt. Das heißt im Umkehrschluss man kann nur drei Defender schützen. Auch hier ist die Wahl klar. Cam Fowler, Roman Josi und Adam Larsson sind die Säulen in der Defense und werden selbstverständlich bleiben, im Tor ist es einfach, man schützt natürlich Cam Talbot. Wer jetzt aufpasst wird sehen das Andy Greene und Jacob Muzzin die beiden großen Namen sind die frei bleiben. Wir gehen ehrlich gesagt davon aus das Las Vegas von uns Jake Muzzin ziehen wird. Andy Greene geht in sein letztes Jahr bevor er UFA wird, von daher ist das relativ eindeutig. Wir haben hier auch etwas hin und her überlegt, sind aber jetzt zu dem Entschluss gekommen, das wir mit Las Vegas nicht sprechen werden. Wir nehmen es wie es kommt.
Alles in allem war es also, sozusagen als Fazit, eine gute Saison. Wir sind zufrieden in Minnesota. Wir haben die letzten 6-7 Jahre eine sehr solide Truppe aufgebaut. Die meisten Leistungsträger sind Eigengewächse und wir sind guter Hoffnung das wir in der kommenden Saison eher besser als schlechter sein werden. Aber bis dahin fließt noch etwas Wasser den Rhein runter. Warten wir es ab und schauen was im Sommer noch so passiert.