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Ein Rückblick auf die Off Season der Penguins

2017-10-05

Wir schreiben den 16. Juni 1990. Deutschland ist zweigeteilt. Margaret Thatcher ist britische Premierministerin. In den Vereinigten Staaten läuft die zweite Staffel von „Seinfeld“. Und ein junger Spieler namens Jaromir Jagr streift beim Draft in Vancouver zum ersten Mal das Trikot der Pittsburgh Penguins über. Vieles hat sich seither verändert, doch eines ist seit dieser Woche wie damals vor 27 Jahren: Jaromir Jagr im Trikot der Pittsburgh Penguins. Seine Unterschrift unter einen Zweijahresvertrag war dabei nur eine von mehreren überraschenden Entscheidungen während der Off Season, die bei den Fans Zweifel aufkommen ließen, ob sich die Penguins weiterhin ihrem Ziel nach einem personellen Neuaufbau und einer finanziellen Konsolidierung verpflichtet fühlten.

Besonders kurios war dabei sicherlich der Transfer von Eric Gelinas. Geholt für ein Viertrundendraftrecht aus Winnipeg zur Unterstützung der Defensive, verließ er das Team nur Wochen später als UFA, nachdem ihm von Seiten der Penguins aus kein neuer Vertrag angeboten wurde. Eine Entscheidung, die der GM im Nachhinein verteidigte: "Den Trade an sich hätte ich im Nachhinein sicherlich besser nicht getätigt. An der Entscheidung, Eric Gelinas keinen neuen Vertrag anzubieten, halte ich jedoch fest. Seine Forderung von einem Jahresgehalt in Höhe von $3.200.000 überraschte uns sehr, um es vorsichtig auszudrücken. Bei solch einer Vorstellung seinerseits bestand leider nie eine Basis, auf der wir uns hätten einigen können". Dass die Forderung Gelinas' sehr ambitioniert war, zeigte sich einige Tage später auf dem Free Agent Markt, wo er letztlich für ein Jahresgehalt von lediglich $750.000 bei den Carolina Hurricanes unterschrieb. Es blieb jedoch nicht nur beim Abgang von Gelinas: insgesamt boten die Penguins acht Spielern keinen neuen Vertrag an, darunter auch dem einst von Pittsburgh im Draft gezogenen Kevin Gravel. "Wir hätten mit Kevin sehr gerne verlängert. Wir kennen ihn nun schon seit sieben Jahren, wissen, was er kann und waren auch bereit, ihm ein angemessenes Angebot zu unterbreiten. Jedoch wollte auch er mehr als drei Millionen Dollar pro Jahr und für einen Spieler, der im Alter von 25 noch kein einziges Spiel in der GFHL gemacht hat, erschien uns diese Forderung exorbitant hoch". Wie tief der Stachel beim GM der Penguins saß, zeigte die Tatsache, wie offen er mit Details aus den Verhandlungen umging. So auch im Fall Anthony Bitetto: "Anthony ist ein weiterer Spieler, den wir selbst im Draft ausgewählt haben und der uns nun als Restricted Free Agent verließ. Auch bei ihm waren es weniger seine sportlichen Qualitäten, sondern vielmehr seine Forderungen, die uns von einer Verlängerung der Zusammenarbeit Abstand nehmen ließen. Für eine Unterschrift wollte er ein Jahresgehalt von $2.000.000 plus einen Signing Bonus in Höhe von $600.000. Er hat bisher genau ein einziges Spiel für unser GFHL Team gemacht und das liegt auch schon zwei Jahre zurück". Gravel unterschrieb Tage später für immerhin $2.960.000 bei den Washington Capitals und Bitetto für $600.000 bei den Devils, wo sie inzwischen beide in die jeweiligen Farmteams geschickt wurden. Die Penguins dagegen hatten alle drei genannten Spieler für das GFHL Team vorgesehen, wie der GM bestätigte.

Anders als bei den Restricted Free Agents, wirkte der GM fröhlich, fast schon euphorisch, wenn es um den diesjährigen UFA Markt geht. Neben Ergänzungen für das Farm Team in Salt Lake City, unterschrieben Torhüter Jim Howard und oben genannter Jaromir Jagr Verträge in Pittsburgh. Howard bekommt dabei über die Laufzeit von drei Jahren $750.000 pro Saison, Jagr die nächsten zwei Jahre über jeweils $2.200.000. "Jim Howard steht schon seit Jahren bei uns auf dem Zettel. Dass es nun endlich geklappt hat, ist eine tolle Sache. Er wird zusammen mit Cory Schneider ein sehr gutes Duo bilden. Und über Jaromir Jagr brauche ich nicht viel zu sagen. Die Leute hier kennen ihn und der Wunsch, ihn irgendwann wieder in unserem Trikot spielen zu sehen, war über all die Jahre hinweg spürbar. Er war Teil der legendären Penguins rund um Mario Lemieux, Ron Francis, Kevin Stevens, Rick Tocchet, Paul Coffey, John Cullen, Larry Murphy und Tom Barrasso, um nur einige zu nennen. Unsere Fans verbinden ihn mit diesen für uns erfolgreicheren Zeiten. Die Liga hat sich seither verändert, eine Mannschaft wie wir sie damals hatten, ist aktuell kaum möglich. Ich bin jedoch optimistisch, dass Jaromir Jagr auch fast drei Jahrzehnte später noch einmal in einer erfolgreichen Penguins Mannschaft spielen wird". Auf die Frage hin, ob das eine Abkehr von der bisherigen Philosophie des Rebuilds sei, antwortete der GM: "Jeder Neuaufbau geht irgendwann zu Ende. Vor allem im Hinblick auf die Finanzen haben wir in den letzten Jahren viele Opfer bringen müssen und Entscheidungen getroffen, die wir unter anderen Umständen so nicht umgesetzt hätten. Ich weiß, dass das RFA Signing bei vielen unserer Fans auf Unverständnis stieß. Ich glaube jedoch, dass wir auch dadurch nach der aktuellen Saison, in Relation zum Rest der Liga, nun gesünder aufgestellt sein werden als dies vor einigen Jahren der Fall war. Ein Rebuild ist kein Selbstzweck, auch für mich nicht. Es macht keinen Spaß, bereits nach der Hälfte der Saison die Playoff Plätze aus den Augen zu verlieren".

Und so verband der GM die Entscheidungen des Sommers mit einem Versprechen an die Fans: "Wir haben die PK unseres Kollegen aus Washington am 17.9. aufmerksam verfolgt und uns darin durchaus wiedererkannt. Auch unser Ziel ist es, im Jahre 2019 wieder Playoff Spiele in Pittsburgh zu haben. Wir wissen, dass dies nicht einfach wird und die Konkurrenz groß ist. Wir haben aktuell jedoch den niedrigsten Etat aller Teams. In einer Liga, in der Geld immer wichtiger wird, versetzt uns das im kommenden Sommer in eine gute Position. Die Fans sehnen sich nach erfolgreicheren Zeiten und wir sind bereit, den Weg des Neuaufbaus nach der aktuellen Saison zu beenden". Es scheint also, als wäre mit Jaromir Jagr neben den Erinnerungen an vergangene Siege noch etwas Weiteres nach Pittsburgh zurückgekehrt: nämlich der Wunsch nach künftigen Siegen.