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White Noise gegen den Sturm des Jahrhunderts

2018-04-19

Winnipeg. Die Brust ist breit bei den Jets nach den ersten zwei Siegen bei den Minnesota Wild. Die Stimmung bleibt jedoch absolut fokussiert. Die Spieler lassen sich nur kurz im Medienbereich sehen, geben kaum Antworten mit mehr als fünf Worten. Die Konzentration ist ganz auf den Gegner aus Minnesota gerichtet. Morgen Abend gastieren die Wild zum ersten Mal in dieser Serie im MTS Centre. Und das als Favoriten. Dies wird deutlich in Winnipeg. Die zwei Siege auf fremden Eis scheinen keine hohe Bedeutung zu haben.
GM Toby erläutert: "Wir haben zwei starke, enge Spiele erlebt bisher. Im ersten Spiel war es pure Lotterie, im zweiten Spiel waren wir stärker, weil Minnesota einen gebrauchten Tag erwischt hat und sich dessen bewusst war." Das Management der Jets geht weiter von einer sehr engen Serie aus, zumal die beiden anstehenden Heimspiele erst gewonnen werden müssen. Minnesota zeigte sich während der Saison in der Fremde konstant stark, die Jets daheim nicht immer. Zudem stehen die Wild unter dem Druck, den ersten Erfolg jetzt erzwingen zu müssen, um die Serie zu verkürzen. "Patrick hat die letzten Jahre etwas ganz Großes bei den Wild aufgebaut. Dieses Team ist gerade offensiv enorm stark und wird uns gerade in unseren Heimspielen alles abverlangen", ist sich der Macher der Jets sicher.
Den starken Gegner vor Augen hoffen die Jets einmal mehr auf ihre lautstarken Fans im Rücken, die mit dem Projekt White Noise der siebte Mann auf dem Eis in Manitoba sein wollen. Eine komplett in Weiß gekleidete Fankurve, die auch ohne Playoffs schon zu den lautesten Fangruppen zählt, sollen das Zünglein an der Waage sein, den Sturm des Jahrhunderts, welchen die Jets von den Wild in den beiden anstehenden Heimspielen erwarten, zu überstehen.
GM Toby sieht hierbei vor allem den Willen als Schlüssel zum Sieg: "Die letzten beiden Spiele haben wir gewonnen, weil wir es mehr wollten", und geht davon aus: "die Qualität können wir den Wild nicht nehmen, aber den Siegeswillen können wir eindämmen. Genau das werden wir tun."
Auf die Frage, ob denn mit dieser Taktik ein schnelles Ende der Serie bevorsteht, kommentierte er jedoch knapp: "Es sind sieben Spiele."
Bereits morgen startet das dritte dieser Serie.