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Es hat nicht sollen sein!

2018-05-26

Winnipeg. Die GFHL-Saison 2017/18 war für die Winnipeg Jets zweifelsohne eine Gute. Doch seit gestern Spätabend ist die Reise für das Team aus Manitoba beendet. Vor heimischem Publikum gewannen die Anaheim Ducks das siebte Spiel mit 5:3 und zogen damit ins Stanley-Cup-Finale ein. Für den Sieg in der Western Conference gab es gestern zudem den Clarence S. Campbell Bowl für die Ducks, die nun im Finale der Stanley-Cup-Playoffs auf die Detroit Red Wings treffen werden.

In einem erneut sehr intensiv geführtem Spiel versuchten es die Jets dieses Mal wieder mit enormer, fast zügelloser Offensiv-Power, scheiterten aber zum Einen an der eigenen Disziplin und der Tatsache, wohl in Teilen zu viel zu wollen. Im ersten Drittel lief so für die Gäste wenig zusammen. Die Ducks standen hinten perfekt und fingen die wütenden Angriffsversuche der Jets bereits an der blauen Linie ab. Eine Schussbilanz von 13-5 für Anaheim deckte einige Schwächen der Gäste bereits früh auf. So brachte folgerichtig auch Tyler Johnson die Ducks in der 13. Minute im Powerplay in Führung, zwei Minuten später glich Alexander Steen aus. Die Jets lebten einmal mehr von ihrer hohen Effektivität.

Das zweite Drittel verlief wesentlich ausgeglichener, was die Torschüsse anging. Nur 43 Sekunden lagen in der 28. Spielminute zwischen dem 2:1 und dem 2:2. Nur fünf Minuten später schlug sich das Momentum dann endgütlig auf die Seite der Heimmannschaft. In der 34. Minute gelang Steven Stamkos das 3:2 für Anaheim. 47 Sekunden später konnte das Team von der Westküste in Unterzahl auf 4:2 erhöhen. Das Tor erzielte ausgerechnet Andrew Cogliano! Der Unterzahlspezialist war zu Saisonbeginn den Winnipeg Jets angeboten worden, das Management der Jets hatte sich seinerzeit jedoch gegen einen Transfer entschieden.

Im Schlussabschnitt versuchten die Jets noch einmal alles, um wieder ins Spiel zu kommen. Rookie Patrik Laine, der sich berechtigte Hoffnung auf den Gewinn der Calder Trophy in diesem Jahr machen darf, erzielte den 3:4-Anschluss sieben Minuten vor dem Ende. Als die Jets in der Schlussphase volles Risiko gingen und Braden Holtby zugunsten einen sechsten Spielers vom Eis nahmen, entschied ein Empty Net von Mats Zuccarello 80 Sekunden vor der Schluss-Sirene Spiel und Serie für die Kalifornier.

Während für die Jets die Saison beendet ist, gehen die Eishockey-Playoffs in Winnipeg aber weiter. Die Manitoba Moose haben heute im Conference-Finale der AHL ebenfalls ihr siebtes Spiel gegen die Hamilton Bulldogs. Hier führten die Moose bereits mit 3:1 Siegen, doch die Bulldogs konnten mit zwei Siegen in Serie das Entscheidungsspiel erzwingen. Vielleicht geht zumindest im Farm Team die Reise weiter. Head Coach Paul MacLean wird in seinem potentiell letzten Spiel für die Moose personell aus dem Vollen schöpfen können.