Bruderduell im AHL-Finale!
2018-05-27
Winnipeg. Während die GFHL-Saison in Winnipeg beendet ist, geht in der Eishockeyprovinz Manitoba das Saisonfinale in die nächste Runde. Das Farmteam der Winnipeg Jets, die Manitoba Moose, haben gestern Abend ihr siebtes Spiel gegen die Springfield Bulldogs mit 3:2 auf fremden Eis gewonnen und stehen jetzt im Finale um den Calder Cup, ausgerechnet gegen die Cape Breton Roaring Moose.
Bei der Installation eines Farmteams der Jets in Manitoba gab es im Vorfeld viel Diskussionsbedarf, ob die Franchise sich tatsächlich Manitoba Moose nennen durfte aufgrund der Bezeichnung der Roaring Moose. Hierzu gab es seinerzeit auch aus Cape Breton (Farmteam der Buffalo Sabres) positive Signale, was die Installation der Manitoba Moose erst möglich machte.
Zudem treffen in diesem Finale zwei Brüder aufeinander. Während Defensivmann Cameron Gaunce ein Faktor im Körperspiel der Manitoba Moose ist, hält sein Bruder Brendan Gaunce im Angriffsspiel der Roaring Moose die Fäden in der Hand.
Ab Montag finden die Finalspiele statt, parallel zum GFHL-Finale. "Gut, dass die Sport-Bars in den Städten alle mehrere Bildschirme anbieten können", freut sich Winnipeg-GM Toby und ergänzt: "die Fans wollen beide Serien sehen. Es sind großartige Paarungen."
In der Stanley-Cup-Serie hält der Manager niemandem wirklich die Daumen: "Die Wings und die Ducks sollen Werbung für unseren Sport machen, wie wir es mit den Ducks in der letzten Runde getan haben. Ich gönne es da keinem Team ein Stück mehr. Ich möchte nun mit den Moose den Calder Cup gewinnen!"
Hierfür stehen beiden Teams bestens ausgeruhte Kader zur Verfügung. Beide Coaches werden aus dem Vollen schöpfen können. Bei den Manitoba Moose soll derweil das Wechselspiel im Tor weiter gehen. "Chris (Driedger) die ungeraden Spiele der Serie, Dustin (Tokarski) die geraden hat sich bewehrt. Ich sehe aktuell keinen Grund für Veränderungen", bestätigt Head Coach Paul MacLean diese Personalien im Interview und bekräftigte erneut, dass er nach dieser Saison die Manitoba Moose verlassen wird.
Neben dem Calder Cup für den Gewinner der AHL-Playoffs hoffen die Jets zudem auf die Calder Trophy, die am Ende der beste Rookie der GFHL-Saison erhält. Dort hat Jets-Außenstürmer Patrik Laine durchaus eine Chance auf eine Nominierung und vielleicht sogar die Trophäe selbst. "Die Statistiken führt er an, was für einen klassischen Scorer jedoch wenig überraschend ist", analysiert Head Coach Mike Babcock. Doch für eine Trophäe sei: "der Spieler als Gesamtpaket" von großer Bedeutung. Dort haben aus Sicht der Jets vor allem die Goalie Linus Ullmark (Nashville Predators) und Juuse Saros (Ottawa Senators), Verteidiger Troy Stecher (Dallas Stars) sowie Center Austen Matthews (Buffalo Sabres) und Mitchell Marner (New York Rangers) sehr gute Eindrücke hinterlassen.
