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Erstrunden-Pick unterschreibt bei den Jets

2019-09-01

Winnipeg. Die letzten beiden Tage ruhte der UFA-Markt, doch im Büro der Jets glühten die Drähte und am Ende standen zwei Trades auf der Habenseite. Der erste, etwas weniger spektakuläre ereignete sich am Freitag Abend mit den Los Angeles Kings. Bei einem gemeinsamen Treffen einigten sich die Manager auf einen Wechsel von Defenseman Brendan Smith. Der gerade frisch aus Nashville gewechselte Verteidger rückte in den Fokus der Kings, die ihrer im Kern sehr jungen Mannschaft noch ein wenig Erfahrung beimischen wollen und zudem am Cap-Minimum rangieren. Der 31-jährige Smith, dessen 2-Jahres-Vertrag mit 4,35 Mio. Jahresgehalt dotiert ist, passte perfekt ins Profil der Kings und war mit einem 5th Pick für das Team aus Kalifornien mit Sicherheit ein Schnäppchen. Die Jets werden ihrerseits dafür vermutlich noch einmal auf dem UFA-Markt tätig, wo zwar ein Signing Bonus fällig wird, aber die Gehaltsvorstellungen der Kandidaten weniger hoch ist.

Den frei gewordenen CapSpace kann Jets-GM Toby dann reinvestieren, was bereits zwei Tage später passierte. Heute am Vorabend stand ein Deal mit den Buffalo Sabres, der für die Jets mit Sicherheit interessant, aber nicht völlig ohne Risiko ist.
Für die jungen US-Amerikaner Jack Kopacka, Kiefer Sherwood sowie zwei Draftpicks erhielten die Jets die Rechte an 1st Round Pick Martin Kaut! Der 19-jährige Tscheche, der von den Buffalo Sabres 2018 an 15. Stelle gezogen wurde, hatte dort ein gutes Juniorenjahr gespielt, ist aber beim Tryout für die kommende Saison als einer der ersten Spieler gecuttet und in die AHL geschickt worden. Auch bei den Jets wird er diese Saison kaum über die Manitoba Moose hinaus kommen. Das Potential, mit seinen Offensivskills langfristig den Sprung in die GFHL zu schaffen, traut ihm in Winnipeg so ziemilch jeder zu. Allen voran der GM, der ihn gerne 2018 schon gepickt hätte, aber seinerzeit einfach hinter den Sabres ans Podium treten durfte.

"Wie eigentlich in jedem Jahr spreche ich gern mit meinem Kollegen Björn über die Talente des Draft-Jahrganges. Martin Kaut war seinerzeit ein viel diskutierter Spieler", erinnert sich GM Toby. "Ich habe Björn seinerzeit gratuliert und freue mich heute über unseren Deal. Zudem ist es auch für Jack und Kiefer ein Gewinn, zukünftig für die Franchise der Sabres aufzulaufen."
Die jungen US-Boys sind wieder zurück in der Heimat, werden dort bei den Cape Breton Roaring Moose in der AHL einen Stammplatz sicher haben und ihr GFHL-Zug ist längst noch nicht abgefahren. Zudem sind beide Cracks auf mehreren Positionen einsetzbar. Ein Umstand, den GM Björn sehr zu schätzen weiß.

Klar stehen hinter allen Spielern noch Fragezeichen. Die sichersten Karriereaussichten hat heuer Kiefer Sherwood, der in der vergangenen Saison bereits AHL-Hockey gespielt hat. Kopacka wird sein Körperspiel noch deutlich verbessern müssen, wenn er die AHL zugunsten höherer Aufgaben verlassen möchte. An Martin Kaut indes scheiden sich die Geister. Es kann sowohl möglich sein, dass die Jets den tschechischen Right Wing genau zu dem Zeitpunkt verpflichtet haben, als sein Marktwert am Geringsten war. Andererseits kann auch GM Björn das Maximum an Tauschwert für diesen Spieler rausgekitzelt haben.

"Martin bring eine Menge Spielintelliganz und eine überragende Übersicht mit nach Winnipeg", schwärmt indes sein neuer Trainer Paul Maurice. Er will Kaut weiterentwickeln, dass er in ein, zwei Jahren reif ist für die GFHL. Kaut wird in Winnipeg die Rückennummer 16 tragen.