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Noch ein UFA, nochmal drei Jahre

2020-11-21

Die Arizona Coyotes haben ein weiteres Mal auf dem UFA-Markt zugeschlagen. Der schwedische Verteidiger Niklas Hjalmarsson unterschreibt für drei Jahre bei den Wüstenhunden. Der GM zeigt sich erfreut und behält den Markt sowie die Liga im Auge.

759 Spiele in der GFHL hat Verteidiger Niklas Hjalmarsson absolviert, dazu 82 Playoffspiele. Allesamt im Trikot der Edmonton Oilers, denn Niklas Hjalmarssonfür die Washington Capitals, die Anfangs die Rechte an ihm hatten, lief er nie in der GFHL auf. Geballte Erfahrung also für die Verteidigung der Coyotes, die damit neben Oliver Ekman-Larsson einen weiteren Schweden in ihrer Verteidigung haben. "Ja, wir hatten Niklas, ähnlich die Derek Stepan, schon länger auf dem Zettel. Und natürlich sind wir froh, dass er sich für uns entschieden hat. Ich denke, dass wir ihn für einen guten Preis bekommen haben. Am Ende wird es allerdings darauf ankommen, ob er auch die Erwartungen, die wir an ihn und die er an uns hat, gegenseitig erfüllen können. Wir sind hier alle sehr positiv gestimmt, das erachten wir als eine sehr gute Basis. Wäre diese nicht vorhanden hätte ein Angebot schon keinen Sinn gehabt" so der GM weiter. Der Schwede wird bei den Coyotes die Nummer 4 tragen. Beim GM ruft das eine schöne Erinnerung hervor. "Wir hatten schon einmal einen Verteidiger aus Nordeuropa, der die Nummer vier auf dem Rücken trug: Ossi Väänänen. Ein toller Spieler, der uns immer viel Freude bereitet hat. Das waren noch Zeiten!" Der Finne trug zwischen 2001 und 2012 immerhin 571 mal das Trikot der Yotes und beendete vor vier Jahren seine Karriere in der KHL.

Zwei Puzzleteile konnte man über den Markt verpflichten - kommen weitere? De Facto müssen die Coyotes nun auch noch Spieler abgeben. "Wir stehen hier in guten Verhandlungen, es wird sich mit Sicherheit noch etwas tun - und den Mark behalten wir im Blick." Zuletzt gab es wieder Diskussionen um die UFA-Markt. "Zurecht", wie der GM findet. "Es ist jedes Jahr ein besonderes Schauspiel wenn man sieht, welche Summen auf den Tisch kommen. Natürlich nehmen wir uns hier nicht aus, trotzdem sehen wir es wie Pittsburgh: Langfristig muss der Erfolg da sein, das System muss sich auch rechnen. Nur Geld raushauen ohne Ertrag - das kann sich kaum jemand erlauben. Jedes Team hat einen Plan, jedes Team  baut auf seine eigene Weise. Das ist, was es so spannend macht. Wir hier haben uns als Ziel gesetzt: in jeder Saison mindestens ein neuer Spieler aus dem eigenen "Nachwuchs", also aus dem Farmteam, ins Pro-Team zu holen. Das werden wir auch diese Saison machen. Wir versuchen so eine gute Mischung hinzubekommen aus jungen Spielern, etablierten Spielern und Veteranen. Wir hoffen, dass es dieses Jahr wieder sehr gut zusammenpassen wird."

Am Ende verfiel der GM dann noch ein wenig in Plauderlaune. "Pittsburgh spricht von "einer verheerenden Off Season", dort ist man mit dem Draft wohl auch nicht zufrieden. In Washington heißt "Plopp" wohl auch "Stopp", Montreal stellt schon vor der Saison die Frage 'War es das?' und bei den Canes kann man illegal Wetten platzieren. Was kommt jetzt noch? Vergisst jemand, wer letzte Saison bei ihm Coach war? Mag plötzlich wer die Leafs? Gehen die Flames und die Oilers friedlich am Strand im Sonnenuntergang spazieren? Darf man nicht mehr über die Rangers lachen? Wenn das alles kommt, dann sollte Hockey in der Wüste doch auch möglich sein. Jetzt nicht unbedingt in Las Vegas, aber trotzdem. Und Am Ende versucht ein Karl-Heinz Rummenigge noch einem Thomas Hitzlsperger etwas über Solidarität zu erklären. Verrückte Zeiten, irgendwie scheint es ein zu langer Sommer gewesen zu sein. Es wird Zeit, dass es endlich wieder losgeht!" so der GM. Dem letzten Satz ist wohl nicht viel hinzuzufügen.