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Titelverteidigung!

2022-07-20

Winnipeg. Vor dem Canada Life Centre erleben die Menschen einen der heißesten Tage des Jahres. Auf dem Eis in der Arena stehen die Washington Capitals und die Winnipeg Jets im Finale der 25. GFHL-Saison und spielen das 5. Spiel um den Stanley-Cup.

Nach drei gewonnenen Spielen zu Serienbeginn und  dem Verzicht auf das First Defense-Paar Faulk und Morrissey sowie Starter Varlamov in Spiel 4 haben die Jets vor heimischem Publikum den Stanley-Cup verteidigen können und sind zum zweiten Mal in Folge GFHL-Champion! Spiel 5 zu gewinnen war jedoch ein hartes Stück Arbeit. Erst in der Overtime markierte Team Captain Sidney Crosby mit seinem 3:2 den Sieg.

Der Grundstein zum Erfolg wurde in den ersten drei Begegnungen mit den Caps gelegt, wo sich GM Danys Befürchtungen bewahrheiten sollten: die starken Caps gestalteten enge Partien, die Jets jedoch besaßen die Erfahrung, die es braucht, diese Spiele letztlich zu gewinnen.

In der heutigen Begegnung gingen die Caps durch Mike Hoffman nach 49 Sekunden in Führung. Nach einem sonst ausgeglichenen ersten Drittel übernahmen im mittleren Abschnitt die Jets das Geschehen und setzten sich vor dem Tor von Connor Hellebuyck fest. Ryan Nugent-Hopkins gelang mit einem Doppelschlag binnen zwei Minuten, die Partie zu drehen. Doch vor der Pausensirene glich Kyle Connor für die Caps zum 2:2 aus.

Im letzten Abschnitt taktierten beide Teams und verlagerten das Spiel mehr in die neuttrale Zone. So blieb es beim 2:2 nach 60 Minuten und das Sudden Death sollte über den Sieger dieser Partie entscheiden. Der entscheidende Treffer gelang Sidney Crosby nach 5:59 Minuten Verlängerung und versetzte das Canada Life Centre in Extase.

Etwa 20 Minuten später nahm Crosby den Stanley Cup entgegen und gab ihn zuerst an Oldie Braydon Coburn weiter! Der 37-jährige Defender wird seine Karriere beenden und wurde während der Saison auf Ottawa geholt, um in seiner letzten Saison die Chance auf den Titel zu haben, den er sich nun erfüllt hat. Zudem glänzte er im letzten Spiel mit einem Assist.
Anschließend durfte ein weiterer Routinier den Cup präsentieren: Winnipeg Native Duncan Keith spielte die letzten beiden Jahre in Winnipeg und holte mit den Jets jeweils den Titel. Es folgten die Ehrenrunden von Semyon Varlamov und Jonathan Marchessault, die mit ihren Leistungen wichtige Faktoren für diesen Cup-Sieg war.

Bezeichnend, denn gerade dieses Quartett wird sich mit diesem Triumph aus der Franchise verabschieden! Coburn wird seine Karriere wie angekündigt beenden. Die drei Anderen werden den UFA-Markt testen und keine Angebote aus Winnipeg erhalten!
Was nicht an ihrer Leistung sondern vor allem am Salary-Cap liegt.
"Alle Drei können noch einen großen Vertrag holen oder sich mit deutlichen Abstrichen für ein weiteres Jahr bei uns entscheiden. Doch wir wollen wieder vermehrt jüngere Spieler ins Team holen, damit die Mischung weiter passt", analysiert GM Toby die Situation. Er wünscht Keith, Marchessault und Varlamov gute neue Verträge, wird selbst aber auf aufstrebende Kräfte aus den eigenen Reihen setzen.

In der AHL haben Brett Kulak und Logan Stanley gezeigt, dass sie höchstes Nuveau mitgehen können. Zudem kann sich Braden Schneider im Development Camp für einen Platz im Kader empfehlen. Offensiv drängen sich Arbeiter Parker Kelly und Spielgestalter Kristian Reichel für einen Platz im Pro Team auf und im Tor sollte das Duo Driedger / Brossoit einfach den nächsten Schritt machen, zumal mit Logan Thompson ein dritter, absolut zuverlässiger Goalie bereits Gewehr bei Fuß steht.
Das Roster der Jets besteht bereits jetzt aus über 60 Spielern. Wenn sich das Team nicht komplett neu erfindet, wird es im Sommer wenig Bewegungen in Winnipeg geben.

Für den Moment aber wird gefeiert und die Nacht zum Tag gemacht. Die Spieler werden in den Urlaub gehen und Besuch vom Stanley Cup bekommen. Die Fans werden in einen glücklichen Sommer gehen und wer weiß, ob nicht vielleicht in der OffSeason erneut Dinge passieren, die den Anhang entgegen der aktuellen Erwartungen doch von einem Titel-Hattrick träumen lassen.

Größter Rivale werden erneut die Washington Capitals sein. "Den Cup verloren - Erfahrungen gewonnen. Wir kommen zurück!" gab sich Caps-Stürmer Kyle Conner in den sozialen Medien kämpferisch.