• German Fantasy Hockey League
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Wohin geht die Reise?

2023-10-10

Winnipeg. Die Winnipeg Jets stehen vor einer Übergangs-Saison! Die Playoffs sind aber drin! Ein Titel - wohl eher nicht? Oder vielleicht doch!?
Morgen Abend starten die Winnipeg Jets bei den Calgary Flames in die GFHL Saison 23/24 und spielen um Punkte in der üppig verstärkten Central Division. Die Teams aus Dallas und Minnsota haben in der OffSeason einiges bewegt, um Ihr Team zu verstärken. St. Louis, Chicago und auch die Jets präsentieren sich traditionell stark und Colorado werden mit dem runderneuerten Team um die erfahrenen Goalies John Quick und Jaroslav Halak zumindest Überraschungs-Potential zugesprochen. Lediglich den Nashville Predators, die in Ruhe ein neues Team aufbauen, mögen die Experten mehrheitlich einen Platz weit außerhalb der Division Top-3 prophezeien.

Der Rest jedoch scheint mehr oder wenige starke Argumente für einen Platz in den Playoffs mitzubringen. Das Team der Jets liegt: nunja, irgendwie dazwischen.

Stärken: 1st Line, Center, CapSpace
- die 1st Line ist mit Sidney Crosby + Ryan Nugent-Hopkins + Jake DeBrusk eine der wohl spielfreudigsten Reihen der gesamten Liga. Von diesem Trio wird jedoch auch viel abhängen. Ragt diese Reihe doch klar aus dem diesjährigen Roster der Jets heraus
- generell scheinen die Center diese Saison stark besetzt. Crosby, Dubios, Glass und Nugent-Hopkins sind starke Faktoren in jeder Reihe und bilden den mutmaßlich stärksten Mannschaftsteil. Routinier Sam Gagner steht angeblich immer noch für einen möglichen Trade zur Verfügung.
- mit gut 71,8 Mio. ist der Cap-Space der Jets längst noch nicht ausgeschöpft. Das Team kann im Laufe der Saison noch einen oder zwei Verstärkungen holen, wenn es irgendwo haken sollte.

Schwächen: Winger, Goalies, Depth
- bei den Cap-Siegen das Prunkstück der Jets, könnten die Flügel dieses Jahr die Achillesferse bilden. Nach Top-Scorer Marchessault 2022 ging in diesem Jahr Top-Scorer Tyler Bertuzzi. Gleichwertiger Ersatz kam nicht, die Neuzugänge Rodrigues und McGinn aus Buffalo sind andere Spielertypen. DeBrusk, Rodrigues und Duclair werden über sich hinaus wachsen müssen, um die Flügel konstant gefährlich zu halten. Die Routiniers Matt Martin und Ryan Reaves haben zuletzt zwar in der AHL auch eine gewisse Spielkultur unter Beweis gestellt, gelten heuer jedoch als klare Checking-Line mit wenig Spieleinheiten und Scorerpunkten. Hier scheinen nicht wenige Teams stärker besetzt.
- Manitoba Native Logan Thompson ist definitiv ein Goalie mit Potential, allerdings noch nicht in den Kreis der Elite-Goalies einzustufen. Zusammen mit dem verlässlichen Back-Up Laurent Brossoit ist das Goalie-Duo solide besetzt. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Chris Driedger laboriert immer noch an einer Kreuzband-Verletzung aus dem Sommer herum und dürfte noch einige Zeit brauchen, um zu alter Stärke zurück zu finden.
- generell scheint die frühere Stärke einer enormen Tiefe in der Besetzung in Winnipeg momentan nicht gegeben. Die ersten zwei Blöcke sind stark, danach jedoch folgt auf dem Papier jedoch keine weitere Angriffslinie. Auch hier sind andere Teams stärker besetzt.

Gelingt es den Jets, die Euphorie der Fans zumindest in den Heimspielen als Initiator für Höchstleistungen zu verwenden und schafft es Trainerfuchs Paul Maurice, ein Team zu basteln, dessen Teamleistung höher ist als die Summe der vorhandenen Einzelspieler, könnten den Jets erneut die Division Top3 gelingen. Alternativ bleibt die Hoffnung auf die WildCard.
Die Pacific Division wirkt nach wie vor etwas dünner besetzt als die starke Central. Gut möglich, dass wieder beide WildCard-Plätze in die Central Division gehen.
Die Verantwortlichen der Jets wollen hier jedoch nichts dem Zufall überlassen und hoffen auf einen Platz in den Top3. Ab morgen sehen wir, wie dieses Vorhaben umgesetzt wird.