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Sascha Boumedienne führt die Draft Class 25 an!

2025-08-20

Winnipeg. Der Draft-Plan der Winnipeg Jets für den GFHL-Entry Draft am 18.08. ist zum großen Teil aufgegangen. Tradeten sich die Jets eine Woche vor dem Draft von Position 18 auf die Positionen 28 und 60 runter, gab es an beiden Positionen die erhofften Wunschspieler!

So wird Defenseman Sascha Boumedienne in Runde 1 an 28. Stelle als erster Spieler des Abends das Jersey der Winnipeg Jets überstreifen. Der 18-jährige Verteidiger, dessen Vater Josef Anfang der 2000-er Jahre GFHL-Luft schnupperte, sich in der Liga aber nicht nachhaltig in den Vordergrund spielen konnte, spielt für die Boston University und war der absolute Wunschspieler von Jets GM Toby, der insbesondere in der Defensive den größten Handlungsbedarf für den Pick in Runde 1 sah.

In Runde 2 war an Position 60 zwar kein geeigneter Defenseman zu finden, mit Center Matthew Gard jedoch ein Winnipeg Native, der als ausgemachter Defensiv-Spezialist gilt und ebenfalls eine Lücke schließen wird. Haben die Jets in den vergangenen Jahren doch verstärkt vor allem auf Spielmacher gesetzt. Gard spielt in der WHL bei den Red Deer Rebels.

In Runde 3 konnte mit Owen Martin ein weiterer junger Mann aus Manitoba in der Franchise Willkommen geheißen werden. Die Jets sicherten sich an 82. Stelle die Dienste des Two-Way-Forwards von den Spokane Chiefs.

Ebenfalls in Runde 3 kam dann an Position 91 mit Brady Peddle ein hochgewachsener Puckträger für die Defense in den Depth. Sein Bruder Tyler Peddle steht im Prospect-Pool der Anaheim Ducks. Das Peddle aus der QMJHL kommt, scheint kein Zufall. Die Jets haben in den vergangenen Jahren eigentlich stets mindestens einen Defender aus Quebec geholt. Peddle spielt bei den Charlottetown Islanders.

An Position 98 konnten die Jets zu GM Tobys großer Freude Left Wing Tomas Poletin holen. Der tschechische Stürmer, dessen schnörkelloses Angriffspiel von Physis und einer spannenden Schusstechnik lebt, galt unter Experten als ein Kandidat für die ersten drei Runden. Nachdem Poletin zu Beginn von Runde 4 noch verfügbar war, war sein Zug der wohl einfachste für das Scouting-Team an diesem Abend.

In Runde 5 schien der Plan der Jets erstmals nicht aufgegangen zu sein. An 146. Stelle wurde mit Owen Griffin ein defensiv-orientierter Two-Way-Center von den Oshawa Generals gefunden. Also quasi eine Mischung aus Owen Martin und Matthew Gard. Hier fragten sich die ersten Fans dann schon, ob diese Anhäufung ähnlicher Spielertypen Kalkül ist oder ob sich die Jets vielleicht etwas verkalkuliert hatten.

Runde 6 brachte den Jets dann zwei weitere Verteidiger in den Pool. Von den Barrie Colts wurde Evan Passmore an 172. Stelle gezogen. Mit seiner enormen Reichweite und einer beeindruckenden Stocktechnik schickt er sich an, ein sehr unbequemer Stay-at-home-Defender zu werden. An 182. Stelle stieß mit Rylan Fellinger ein interessanter Mann für den Spielaufbau ins Team. Übersicht und Passfähigkeiten sind schon sehr gut entwickelt bei dem Verteidiger der Flint Firebirds, der wie auch seine anderen Verteidiger-Kollegen dieser Draftclass über 1,90 Meter misst.

Drei Picks in der letzten Runde rundeten den Draftabend der Jets ab. Den Anfang machte an Position 208 Winger Brady Turko, ein Manitoba Native in Diensten der Brandon Wheat Kings aus der WHL. Ein weiterer Junioren-Club, aus dem die Jets häufig Spieler picken. Turko gilt als Longterm-Projekt, ebenso wie Right Wing Jacob Cloutier, den die Jets an Position 210 zogen. Cloutier überzeugt mit einem schnellen, intensiven Forecheck, muss aber an Masse noch deutlich zulegen, um dieses Level auch auf höchstem Niveau bestätigen zu können. Cloutier kommt von den Saginaw Spirit aus der OHL.

Den Abschluss bildete an Position 214 dann Left Wing Matthew Hlacar von den Kitchener Rangers, den eine Verletzung ausgebremst und vermutlich so weit nach hinten im Draft geworfen hat. Hlacar kam im sehr guten Team der Rangers lediglich auf 43 Spiele und 8 Punkte. Sein Spielstil und seine Physis geben aber Grund zur Hoffnung, dass dieser Spieler etwas später richtig aufblühen könnte.

Mit dieser Sammlung spannender Spieler sind die Winnipeg Jets durchaus zufrieden. Vielleicht hätte ein Goalie dem Ensemble noch gut getan. Doch dies hatte an diesem Abend offenbar nicht sollen sein.