• German Fantasy Hockey League
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Enttäuscht und trotzdem zuversichtlich

2026-06-11

Denver, Colorado. Die Saison der Colorado Avalanche endete in einer bitteren Enttäuschung. Mit einer klaren 0:4-Serienniederlage gegen die Detroit Red Wings verloren die Avalanche das Stanley-Cup-Finale und mussten zusehen, wie die Gäste den begehrtesten Pokal des Eishockeys in die Höhe stemmten.

Schon vor dem vierten Spiel standen die Avalanche mit dem Rücken zur Wand. Nach Niederlagen in Detroit (4:5 und 1:3) und Denver (3:5) war ein Sieg Pflicht. Doch die Red Wings zeigten erneut ihre ganze Klasse beziehungsweise ihre Kaltblütigkeit. Angeführt von Final-Topscorer Jake Guentzel kontrollierte Detroit Tempo und Spielgeschehen von Beginn an.

Vor 17'000 Zuschauern in der ausverkauften Ball Arena gingen die Red Wings bereits im ersten Drittel in Führung. Die Avalanche fanden zwar mehrere gute Torchancen, scheiterten jedoch trotz mehr Torschüssen immer wieder am überragenden (Ersatz-)Torhüter Eric Comrie (41/44, 93.2%).

Der weitere Spielverlauf konnte kurz erzählt werden. Auf die Ausgleichstreffer von Colorado hatte Detroit innerhalb von jeweils knapp zwei Minuten eine Antwort parat. Nur dank Playoff-Topscorer JJ Peterka's 14. Playofftreffer 41 Sekunden vor Schluss, rettete sich Colorado in die Verlängerung. In dieser setzte Detroit in der Person von Jake Guentzel nach 72:44 den entscheidenden Treffer zum 4:3-Endstand und besiegelte damit den Sweep.

Die Red Wings gewannen die Finalserie ohne eine einzige Niederlage und unterstrichen ihre Dominanz eindrucksvoll, obwohl sie in drei von vier Spielen weniger Torschüsse als Colorado auf den Kasten brachten. „Sie waren die effizientere Mannschaft“, gestand Avalanche-GM Zimmermann nach der Partie. „Wir haben gekämpft, aber Detroit und deren Goalies haben uns zur Verzweiflung gebracht. Herzliche Gratulation an Jan uns seine Red Wings!“

Besonders enttäuscht zeigte sich Avalanche-Captain J.T. MIller, der die Leistung des Gegners anerkennen musste. „Es tut weh, so nah dran zu sein und dann keinen Weg zu finden, mehr Tore als der Gegner zu schiessen. Detroit hat den Titel jedoch mehr als verdient.“

Während die Red Wings ausgelassen auf dem Eis feierten und der Stanley Cup unter Jubel übergeben wurde, begann für Colorado bereits die schwierige Aufarbeitung einer Finalserie, in der die Mannschaft nie zu ihrer Effizienz fand. Man wird jedoch auch aus dieser Niederlage etwas Positives ziehen.

Und dieses Positive wäre: das Cup-Fenster für die Avalanche ging eigentlich erst gerade auf. Trotzdem schaffte man bereits den Sprung ins Finale. Die Zukunft sieht weiterhin rosig aus: Spieler wie Peterka, Slafkovsky, Guenther, Byfield, Pinto und Broberg sind alles Stützen dieses Playoff-Runs, welche noch unter 25 Jahre alt sind. Dazu kommen in naher Zukunft Dvorsky, Helenius, Sandin Pellikka, McQueen etc. Fabelhafte Aussichten für die Fans der Colorado Avalanche, eher Schlechtere für die Fans der restlichen 31 Teams. ;)

Nochmals herzliche Gratulation an Detroit.

PS: dies war jedoch noch nicht die letzte Chance auf einen Titel für die Franchise diese Saison. Das Farmteam, die Tofino Whalers, stehen im Finale des Calder-Cup. Dort steht es zwischen ihnen und den Phoenix Coyotes nach vier Spielen 2:2 Unentschieden.