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Jets gewinnen verrücktes Derby gegen Oilers!

2020-03-13

Winnipeg. Seit gestern befinden sich die Winnipeg Jets auf einem viertätigen Roadtrip durch den Westen Kanadas. Das völlig verrückte 6:5 bei den Edmonton Oilers bot einen mehr als würdigen Auftakt zum Canadian Roadtrip, der die Jets am Sonntag in Calgary und am Montag Abend in Vancouver gastieren lässt. Hier kann das Team einen weiteren wichtigen Schritt tätigen, dass ihnen auch rechnerisch die Playoffs nicht mehr zu nehmen sind.

Die Partie gegen Edmonton indes hatte es in sich. In einem von beiden Seiten offensiv und selbstbewusst geführtem Spiel schafften die Oilers in der 14. Minute einen Doppelschlag! Die zweite Angriffsreihe, bestehend aus Vince Hinostroza und Jordan Staal legten binnen 33 Sekunden zwei Mal für Jordan Eberle auf, der seine Farben mit 2:0 in Front brachte.
Die Jets schüttelten sich kurz und antworteten ihrerseits binnen 60 Sekunden, um in den Minuten 18 und 19 den Vorspung zu egalisieren. Andrew Copp und Blake Wheeler markierten die Treffer der Jets.

Im mittleren Abschnitt waren es die Special Teams, die Zeichen setzen konnten. Die Oilers begannen aufgrund einer Strafe gegen Allrounder Dustin Byfuglien mit einem Spieler mehr auf dem Eis und holten sich 14 Sekunden nach Beginn durch ein Powerplay-Tor von Joe Pavelski die Führung zurück! Knapp drei Minuten später erhöhte Joe Thornton auf 4:2. In der 30. Minute war es dann eine Überzahlsituation der Jets, die Byfuglien zum Anschluss nutzte, indem er einen Schlagschuss von der blauen Linie unhaltbar ins Kreuzeck nagelte. Mit dem 4:3 für die Hausherren ging es in die Pause.

Der Schlussabschnitt begann mit starken Jets, die auf den Ausgleich drängten und nach 45 Sekunden die Chance erhielten, als Travis Hamonic bei einem Break gefoult wurde und einen Penalty zugesprochen bekam. Hamonic, nicht gerade als Penaltyschütze bekannt, nahm die Herausforderung an und donnerte den Puck aus der Halbdistanz an Oilers-Goalie Maxime Ouellet vorbei in die Maschen zum 4:4 Ausgleich. Beflügelt davon erhöhten die Jets den Druck und erzielten in der 42. Minute gar die 5:4 Führung, nachdem Tyler Bertuzzi auf Zuspiel von Ryan Murray den völlig freien Anthony Duclair bediente, der sich diese Chance nicht entgehen ließ und sein 21. Saisontor erzielte.
Das Spiel danach absolut offen, die Jets scheiterten in der Endphase einmal mehr daran, dass der Gegner den Goalie vom Eis nahm und mit sechs Feldspielern alles versuchte. Erik Johnson schaffte den späten Ausgleich für die Hausherren und damit die Verlängerung.
Nach fünf weiteren torlosen Minuten ging es ins Penaltyschießen, wo die Winnipeg Jets alle drei Penaltys verwandelten und den Oilers lediglich einen Punkt auf eigenem Eis überließen.

Ein sehenswertes Derby ging so zuende, die Saison weiter auf die Zielgerade und beide Teams zeigten bereits, auf was man sich in den Playoffs im Westen einstellen kann. Das war Werbung für das Eishockey.

Bei den Manitoba Moose wird im Team munter durchgetauscht. Die vergangenen drei AHL-Spiele wurden drei ziemlich unterschiedliche  Teams aufgeboten. Dies soll so weitergehen. Einerseits aufgrund des Spielplans, zum Anderen weil Head Coach Smith Wert auf Flexibilität seiner Spieler legt. Auch die Spieler freuen sich über die variable Art des Spiels. "Wir werden mental sehr gefordert, aber die Effekte im Training und Spiel zu beobachten macht enorm viel Spaß", meinte jüngst Right Wing Martin Kaut, der während der Saison aus Buffalo kam und entgegen der Erwartungen unter Coach Smith deutlich häufiger zum Zug kam als zuletzt.