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Der Motor kommt ins Stottern!

2021-04-24

Winnipeg. Die vergangenen sechs Spiele liefen nurmäßig für die Winnipeg Jets in der GFHL. Der Niederlage in Minnesota, über die zuletzt berichtet wurde, folgten zwei Heimniederlagen gegen Montréal und St. Louis, was den Jets die Tabellenführung der Central Dvision kostete. Nutznießer waren die Colorado Avalanche, die wenige Tage später die Jets in der heimischen Ball Arena ebenfalls mit 4:2 besiegten und so ihren Vorsprung ausbauen konnten.

Zwar zeigte zuletzt mit dem Heimsieg gegen Toronto und dem ersehnten Auswärtssieg gegen Divisions-Rivale der Trend der Jets wieder nach oben. Dennoch ist das Team von Head Coach Paul Maurice nun erneut der Jäger, der dieses Mal den unerwartet starken Colorado Avalanche hinterher läuft.

Für eine Halbzeit-Bilanz schauen die Zahlen dennoch hervorragend aus. Die Jets stellen mit einem Penalty Killing von 87% das beste Unterzahlteam der Liga, sind nebenbei aber auch das fairste Team der Liga - zusammen mit den Colorado Avalanche.

Mit 15 Toren in Overtime belegen die Jets hier Rang 2 und sind lediglich hinter den Minnesota Wild mit 17 Toren.
Hier zeigt sich in erster Linie die hohe Stärke der Central Conference: Colorado, Winnipeg und Minnesota stellen als Top3 der Central Division auch die Plätze 1, 2, und 5 der gesamten Liga. Lediglich Detroit und Washington schieben sich zur Halbzeit der Saison noch zwischen Winnipeg und Minnesota auf Platz 3 und 4. Die Jets kassieren die zweitwenigsten Gegentore und stellen das heimstärkste Team.
Alles in allem Zahlen, die sich sehen lassen. Dennoch war der April der bisher inkonstanteste Monat der Jets in dieser Spielzeit.

Deshalb - und auch weil andere Cup-Contender inzwischen nochmal für einen langen Run in dieser Saison aufrüsten, haben auch die Winnipeg Jets am Transfermarkt reagiert und Winger Kyle Palmieri von den Chicago Blackhawks verpflichtet. Die Blackhawks, die einen fälligen Rebuild einleiten wollen, bekamen für Palmieri den 2nd Pick 2023 sowie Winger Joachim Blichfeld. Der junge Däne, der als Rookie zuletzt die AHL dominierte, wird aufgrund seines Vertrages beim Expansion Draft automatisch geschützt sein und darf sich in Chicago auf mehr Eiszeit und vermutlich höhere Scoring-Quoten freuen als in Winnipeg.

Palmieri kommt auch im Hinblick auf den Expansion Draft im kommenden Sommer. Die Winnipeg Jets werden aufgrund ihres Rosters mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Stürmer an die Seattle Kraken verlieren. Diese Auswahl jedoch will Jets-GM Toby dem noch nicht bekannten Kollegen aus Seattle so knifflig wie möglich machen: "wir werden unsere Defensive entsprechend schützen können. Im Sturm ist unsere Schlagkraft so gewaltig, dass Seattle einen sehr guten Spieler gewinnen wird, ohne uns als Mannschaft zu schwächen. Unerheblich davon, für wen sich der Kraken entscheiden wird."

Bei den Jets wird Kyle Palmieri die Rückennummer 31 tragen.