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Zwischen Arbeit und Vergnügen!

2022-08-18

Winnipeg. Die Hausaufgaben waren gemacht, jede Draft-Position genauestens analysiert, die Konkurrenz goldrichtig eingeschätzt - so war der gestrige Draft Day die Kür einer erfolgreichen Saison.

So gab dieser Draft alles her, was sich das Fan-Herz wünscht. Von Trades, über Beinahe-Trades bis hin zu erstaunten Momenten und dem einen oder anderen Außenseiter, der gestern eher unerwartet Teil einer Franchise wurde.

Ursprünglich mit 10 Picks gestartet, dealten sich die Jets auf 13 Picks hoch und waren ab der 5. Runde in wahrer Zocker-Laune.
Doch der Reihe nach:

Erstmals an 44. Position am Podium, zog GM Toby Forward Mattias Hävelid. Der 18-jährige Schwede vom HC Linköping ist der Sohn von Verteidiger Niclas Hävelid, der seinerzeit für die Atlanta Thrashers auf dem Eis stand. Vor dem Draft hatte GM Toby noch betont, keinen Fokus auf die skandinavische Schule zu legen. Doch im Rahmen der Draft Range ist Hävelid die optimale Besetzung.

Dabei hätten die Jets beinahe doch in der ersten Runde gezogen. Ein Trade mit einem Team aus der Eastern Conference war, nachdem an ihrer Position kein passender Spieler mehr vorhanden war, bereits auf den Weg gebracht. Zum Vollzug kam es jedoch nicht, da kurz vorher auch der letzte passende Kandidat der Jets gepickt wurde. So blieb in Runde 1 alles, wie es war, womit Mattias Hävelid an Position 44 der Leader der Draft Class 2022 blieb.

Bis Position 77 mussten die Fans der Jets warten, ehe mit Adam Ingram ein Manitoba Native gepickt wurde. Der Center der Youngstown Phantoms aus der USHL. Er ist eher als Longterm-Projekt zu sehen und kann mit seinem Arbeitseifer und seiner Kreativität einen Platz in Reihe 2 oder 3 anstreben.

An Position 96 kam mit Stephen Halliday ein weiterer Center, der neben einer starken Kreativität auch eine gesunde Physis mitbringt und neben der Center-Position auch als Winger auflaufen kann. Er könnte ein direkter Konkurrent für Ingram werden - oder ein potentieller Reihen-Partner. "Ingram und Halliday in einer Reihe werden wir in den Development-Camps sicherlich einmal ausprobieren", frohlockte GM Toby am Rande der Veranstaltung.

An 126. Position sorgten die Jets dann erstmals für ein Raunen im weiten Rund. Ende der 4. Runde wurde mit Hugo Hävelid der Zwillingsbruder von Matthias Hävelid gezogen, worüber sich die Scouting-Abteilung sehr freute. Neben seinem Bruder spielte sich auch Hugo in den Fokus der Scouts. Doch während die Konkurrenz wohl erst im kommenden Jahr zugeschlagen hätte, nahmen die Jets das Risiko - der festen Überzeugung, damit den größten Steal des Draft Days gelandet zu haben.

An 135. Position wurde Verteidiger Graham Sward in der Franchise willkommen geheißen. Ein solider Verteidiger mit guten Körpermaßen und hoher Spielintelligenz soll sich entwickeln und könnte sich ins 3. oder 2. Defender-Paar spielen.

Eine Postion später zogen die Jets mit Josh Filmon einen Winnipeg-Native. Der 18-jährige Left Wing ist wie Adam eher ein Longterm-Projekt und kann sich in Ruhe entwickeln.

Als 148. Pick wurde mit Ryan Hofer ein weiterer Winnipeg Native gezogen. Der Center, der erst in dieser Saison sein Potential voll entfalten konnte und die Scouts auf sich aufmerksam machte, wird nur noch maximal ein Jahr Juniorenhockey spielen und könnte bestenfalles schon im Herbst 2023 Teil der Manitoba Moose sein.

Ab der 6. Runde folgte dann das Vergnügen für das Scouting-Team der Jets, die aus ihrem großen Portfolio wirklich jeden Wunschspieler ziehen konnten.
An Position 171 wurde mit Beau Jelsma ein echtes Energiebündel geholt. Der Spielmacher der Barrie Colts wurde von vielen Experten ebenfalls erst 2023 auf der Draftliste gehandelt. Die Jets meldeten hingegen gestern schon Vollzug.

An Position 174 wurde kurzerhand Patrick Guay gezogen. Der Overager ist der Archetyp eines Goalgetters und wie Ryan Hofer auch erst in dieser Spielzeit leistungsmäßig explodiert. Den Jets ist es recht, Guay kann sich in Winnipeg fü höhere Aufgaben empfehlen.

Mit Hudson Thornton wurde an 188. Position ein weiterer Verteidiger aus Manitoba gezogen. Mit ihm erhält das Defense-Depth mehr Tiefe.

Zu Beginn der 7. Runde kamen dann noch zwei Picks per Trade aus Boston. Die letzte Runde eröffneten die Jets mit dem Zug von Goalie Patrick Leaver an 195. Stelle. An Position 203 folgte mit Samuel Mayer ein weiterer Defenseman. Die Positionen 220 und 224 wurden ebenfalls mit Verteidigern gespickt. Michael Mastrodomenico und Cale Ashcroft kamen neu in den Pool und werden den Druck unter den Verteidigern erhöhen.

Mit diesem Team freut sich das Management der Jets auf eine weiterhin erfolgreiche Zukunft.




David

Ja, für das Team aus der Eastern Conference, mit dem es noch fast zu einem Deal in Runde 1 gekommen ist, war das ein Draft der Pleiten, Pech und nochmal Pech ;-)

Zwischen Arbeit und Vergnügen!
Winnipeg Jets mit erfolgreichem Draft Day

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